Folge 14: Dranbleiben, bis etwas daraus wird

Shownotes

Warum eigentlich Bürgermeisterin? In dieser Folge wird es persönlicher – und gleichzeitig ziemlich konkret. Petra erzählt Felix anhand von drei Geschichten aus Völksen, wie sie in den vergangenen Jahren gearbeitet, gestaltet und manchmal ziemlich lange an Dingen festgehalten hat. Da ist zunächst die Geschichte des Hauses für alle Leute: Um Fördermittel für die Idee zu ermöglichen, brauchte es ein integriertes Stadtentwicklungskonzept. Nur war ein solches Konzept politisch zunächst ausdrücklich nicht gewollt. Aufgeben? Keine Option. Es folgten Gespräche, ein Film über den Bedarf in Völksen, eine Veranstaltungsreihe mit Impulsen für die Stadt von übermorgen – und schließlich ein Beteiligungsprozess für die Stadt Springe mit ihren zwölf Ortsteilen. Allein in Völksen entstanden daraus rund 300 Maßnahmen und Ideen. Arbeitsgruppen gründeten sich, Menschen übernahmen selbst Verantwortung – und bis heute wird regelmäßig geschaut: Was ist daraus geworden? Was geht weiter? Wo braucht es Unterstützung? Die zweite Geschichte beginnt mit einem Veranstaltungsantrag eines Vereins – und der Frage, wie Verwaltung Menschen begegnen sollte, die ehrenamtlich etwas für ihren Ort organisieren. Petra findet: Verwaltung sollte nicht nur Anträge bearbeiten. Sie kann Menschen durch Verfahren begleiten, Orientierung geben und ihnen vermitteln: Wir wollen, dass euer Vorhaben gelingt. Und dann ist da noch ein Weihnachtsmarkt, der nicht stattfinden konnte. Aus einer Runde von Menschen zwischen 11 und über 80 Jahren entstand gemeinsam eine andere Idee: der Völksener Weihnachtsmarkt to go. Musik, Bastelmaterial, Backmischung und sogar Kartoffeln mit der Aufschrift „Ich könnte euer Puffer sein“ wanderten in 300 Tüten – und brachten ein Stück Weihnachtsmarktgefühl nach Hause. Drei Geschichten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Für Petra verbindet sie eine Haltung: Menschen zusammenbringen. Gute Ideen möglich machen. Verantwortung teilen. Und dranbleiben, bis aus einer Idee tatsächlich etwas wird. Und genau darum geht es auch bei der Frage, warum Petra nicht für einen Sitz im Stadtrat, sondern als parteilose Bürgermeisterin kandidiert. 🎙️ Auf einen Kaffee mit Petra – auf’s Ohr!

Transkript anzeigen

00:00:00: Hoffen, ehrlich und ein bisschen kek.

00:00:03: Auf einen Kaffee mit Petra – der Podcast über die Themen unserer Stadt!

00:00:07: Warum kandidiert Petra eigentlich als Bürgermeisterin?

00:00:11: Und nicht einfach für den

00:00:12: Stadtrat?!

00:00:13: In dieser Folge sprechen Petra und Felix genau darüber…und über eine Erkenntnis, die sich durch viele Jahre ihres ehrenamtlichen Engagements

00:00:21: zieht.

00:00:22: Gute Ideen allein reichen nicht.

00:00:24: Entscheidend ist, ob es gelingt Menschen zusammenzubringen Hindernisse auf dem Weg zu räumen und aus unterschiedlichen Perspektiven eine gemeinsame Lösung zu entwickeln.

00:00:33: Es geht um das Stadtentwicklungskonzept Das Haus für alle Leute Dreihundert Ideen aus einer Bürgerwerkstatt Und sogar um einen Weihnachtsmarkt der plötzlich in einer Tüte steckte.

00:00:44: All diese Geschichten haben etwas gemeinsam Sie zeigen was möglich wird wenn Verwaltung Politik und Menschen vor Ort nicht nebeneinander Sondern miteinander arbeiten.

00:00:54: Und genau deshalb möchte Petra Bürgermeisterin von Springer werden.

00:01:02: Hallo, Petra erneut!

00:01:03: Jetzt haben wir unseren Kaffee ein Stück getrunken und machen für heute eine zweite Aufnahme.

00:01:08: Das machen wir hin und wieder.

00:01:10: Ich finde das hat bisher immer gut funktioniert.

00:01:12: Ja stimmt!

00:01:13: Ähm... ja hallo

00:01:18: Mir geht's bestens, genau.

00:01:19: Wir haben immer noch ein bisschen Gesellschaft hier im Raum.

00:01:22: Der hat uns eben ein bisschen abgelenkt von der Konzentration aber ich denke es kann fröhlich weitergehen.

00:01:30: Heute möchten wir darüber sprechen oder jetzt möchten wir drüber sprechen was sich überhaupt bewegt als Bürgermeisterin zu kandidieren?

00:01:39: Wir haben ja bisher viel darüber gesprochen was du als Bürgemeisterin machen möchtest.

00:01:45: Aber jetzt die Frage überhaupt, warum möchtest du als Bürgermeisterin kandidieren und gehst nicht in den Stadtrat oder genau um da Dinge zu bewegen?

00:01:56: Ja, das stimmt.

00:01:57: Die Frage haben wir noch nicht so ganz konkret beantwortet.

00:01:59: Das mache ich aber gerne.

00:02:01: Der Stadtrat ist ja ein ganz wichtiges Gremium was hier die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen auch tatsächlich umsetzt Und trotzdem habe ich mich entschieden Nicht Teil davon werden zu wollen.

00:02:13: also ich kandidiere tatsächlich auch wirklich ausschließlich als Bürgermeisterin und das hat natürlich gute Gründe sonst würde ich das ja so nicht machen.

00:02:24: Ich habe in meinem Engagement als Ehrenamtliche einfach ganz viele Jahre jetzt beobachtet, wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Politik?

00:02:31: Wie funktioniert die zusammenarbeit mit Verwaltung und habe gedacht ach ich glaube das könnte tatsächlich noch ein bisschen besser funktionieren.

00:02:40: Und genau da sehe ich meine Möglichkeiten als Bürgermeisterin was zu gestalten nämlich nicht in dem einzelnen Gremium sondern insbesondere an den Übergängen zwischen Verwaltung und Politik Innerhalb des Rates vielleicht auch zwischen den verschiedenen Fraktionen und natürlich eine Schnittstelle zu den Bürgerinnen und Bürgern.

00:02:57: Und eben auch in den einzelnen Ortsteilen, denn davon haben wir ja auch zwölf Stück.

00:03:02: Da sollte aus meiner Sicht die Zusammenarbeit zwischen all diesen Instanzen und all diesen Menschen, die sich wirklich engagiert einbringen für unsere Stadt, die kann besser funktionieren.

00:03:12: oder wird das besser funktioniert?

00:03:14: Bin ich angetreten oder trete ich an?

00:03:18: um da gemeinsam ein bisschen mehr draus zu machen, weil ich das Gefühl habe.

00:03:23: Da stehen wir uns manchmal ein bisschen selber im Weg, obwohl wir alle ein ähnliches Ziel haben.

00:03:27: und da sehe ich meine Möglichkeiten als Bürgermeisterin was zu verändern deutlich größer an, weil in der Rolle der Bürgereisterinnen sowohl die Chefin der Verwaltung bin als auch ein Ratsmitglied als auch die Schnittstelle zu den Bürgerinnen und Bürgern.

00:03:42: Und das sind genau die Schnittstellen, die mich interessieren und genau deshalb kandidiere als Bürgermeisterin und nicht als Ratsmitglied, denn mir ist es ja total wichtig das unparteilig zu machen.

00:03:52: Also ohne Partei anzutreten damit ich da vielleicht besser vermitteln kann als dass jemand aus einer einzelnen Parteie oder Wählergemeinschaft kann aber als einzelnes Mitglied im Stadtwart zu sitzen und womöglich dieses Gegeneinander was sich erlebe weiterhin als Einzelpersonen zu erleben Das kann ich mir nicht so richtig gut vorstellen für meine Freizeit.

00:04:13: deshalb würde dann lieber was anderes machen, aber am liebsten natürlich als Bürgermeisterin voll dabei zu sein.

00:04:20: Ja darüber sollten wir vielleicht noch ein bisschen reden.

00:04:23: Was wäre denn zum Beispiel ein Beispiel für einen Projekt?

00:04:33: Das längste Projekt das ich bisher begleitet habe ist das als Vorsitzende vom Verein Cliff mit begleitet.

00:04:41: Das ist das Haus für alle Leute in Völksen, das Projekt ist neun Jahre alt und das Haus steht noch nicht.

00:04:48: also es wirklich etwas wo man Durchhaltevermögen braucht.

00:04:51: darum soll's aber gar nicht im Detail gehen sondern ich würde ganz gern über eine Situation sprechen die wir ganz am Anfang hatten weil als wir angefangen haben mit dem Projekt dass es ein großes Vorhaben Da weiß jeder, alles klar.

00:05:03: Das kostet was und das muss irgendwo stehen so ein Haus oder so ein Campus für alle Leute.

00:05:08: Das heißt aber wenn es etwas kostet dann ist es ganz gut, weil man Fördermittel bekommt.

00:05:12: Und genau auf dem Punkt würde ich jetzt gerne bleiben, um nämlich Fördtermittel zu bekommen braucht man einen Stadtentwicklungskonzept.

00:05:22: Vor neun Jahren hatten wir einen Stadtrat mit einem Koalitionsvertrag zwischen der SPD und der CDU.

00:05:30: Wir wollen kein Stadtentwicklungskonzept.

00:05:34: Und dann hätte man quasi das Projekt schon auf alles legen können?

00:05:38: Das hätte man machen können, okay politischer Wille keine Chance.

00:05:43: Fanden wir aber irgendwie nicht so viel versprechen und haben uns gedacht ne die Idee ist ja weiterhin gut.

00:05:48: also haben wir uns da nicht von abhalten lassen sondern was haben wir gemacht?

00:05:50: wir haben Gespräche geführt immer wieder mein Estisch war jetzt norlich in der Zeitung an dem schon soviel passiert ist.

00:05:56: also da haben wir Alle Fraktionen des Stadtrates, also des letzten oder das aktuellen mit der Idee versorgt was wir davor haben und haben viel gesprochen.

00:06:07: Am Ende haben wir ein Film gedreht, der die Bedarfe in Völksen für dieses Thema sichtbar gemacht hat und mit diesem Film ist es tatsächlich gelungen dass die Parteispitzen von SPD und CDU auf uns zukamen und gesagt haben ach ja ihr habt wohl recht in Volksen wäre so ein Stadtentwicklungskonzept schon eine richtig gute Idee.

00:06:28: Vielleicht machen wir das.

00:06:29: Und so ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, was dafür sorgt dass man Fördermittel bekommen kann bringt aber nur etwas wenn das über zwölf Ortsteile erstellt wird und eben nicht einzeln für einen Ort und insofern war es wichtig dass man das auf die gesamte Stadtgebiet mit zwölft Ortsteilen ausfeitet.

00:06:48: Und dann habt ihr gesagt super!

00:06:50: Das läuft jetzt lasst die Stadt mal machen?

00:06:53: Ja das könnte man denken.

00:06:54: nein haben sie natürlich nicht denn Wir haben ja dieses Stadtentwicklungskonzept in Völksten gewollt, wir hatten einen bestimmten Grund.

00:07:02: Und trotzdem war eine Chance damit verbunden auch für alle anderen Elfortsteile also mal Eldachsen ausgenommen, denn die Stadt Eldachsen hat tatsächlich an Stadtentwickelungskonzept zur Zeit schon entwickelt und geschrieben als das noch ein einzelner Ortsteil machen konnte.

00:07:15: Aber die anderen Zähnen hatten eben keins und sollten natürlich ihre Möglichkeiten genauso nutzen können.

00:07:20: Dann haben wir uns überlegt, wie können wir die darauf vorbereiten oder uns alle darauf vorbereitet in so ein Partizipationsprozess auch zu gehen?

00:07:27: Denn das gehört dazu wenn so eine Unternehmen kommt und sagt Wir machen statt Entwicklung Konzept dann beteiligen die die Bürgerinnen und Bürger.

00:07:33: da gibt es also Bürgerwerkstätten Und um daraus vorzubereiten haben wir ne vierteilige Veranstaltungsreihe geplant und damals online durchgeführt damit tatsächlich alle Ortsteile auch wirklich teilnehmen können, wenn sie das möchten.

00:07:47: Und da haben wir tolle Referentinnen und Referenten durch unser Netzwerk im Verein rekrutieren können.

00:07:51: Also zum einen hatten wir einen Referent der für die Bundesregierung das Konzept der Stadt von Übermorgen geschrieben hat.

00:07:58: Wir hatten von der Landeskirche jemandem über die neue Rolle der Kirche in der Mitte der Gesellschaft gesprochen hat.

00:08:05: Mit jemandem als Referent gehabt, der die Digitalisierung in den Kommunen... uns nahe gebracht hat, was es dafür Lösungen heute gibt und auch das Thema Jugendbeteiligung in Kommunen.

00:08:19: Und das war so eine vierteilige Reihe die man heute noch auf unserem YouTube Kanal unseres Vereins sehen kann.

00:08:25: Für uns war es wichtig, dass alle sich wenn sie sich auf diesen Beteiligungsprozess einlassen.

00:08:29: Sich so ein bisschen beflügeln lassen können von diesen Impulsen um vielleicht über das ach Gottchen wir brauchen aber auch einen Ort wo was grad spielen können hinaus zu denken in der eigenen Dorfentwicklung.

00:08:42: Ja und hat das funktioniert?

00:08:45: Ja, ich kann da tatsächlich nicht für alle Ortsteile sprechen.

00:08:48: Wir haben das damals aussitzverein über die Ortsbürgermeister weitergegeben auch mit Unterstützung von unserem Orts Bürgermeisters Philipp Langrea.

00:08:57: Ich kann tatsächlich für Völksen sagen in Völksen hat es richtig gut geklappt.

00:09:00: Gut wir haben das Ganze auch gesteuert oder angeschoben gehabt.

00:09:03: also wir waren tatsächlich wirklich irgendwo zwischen achtzig und hundert Beteiligten bei der ersten Bürgerwerkstatt.

00:09:09: Die Völksner Kirche war voll, als da so diese ersten Impulse gesendet wurden.

00:09:16: Und am Ende haben wir in den zwei Bürgerbergstätten etwa dreihundert Maßnahmen gesammelt und zusammengetragen die wir uns für Völksen wünschen.

00:09:27: Das war schon ganz schön beeindruckend, so dreihundert Dinge dazu zu sehen.

00:09:32: Trotzdem kann es an dieser Stelle ja nicht aufhören wenn man dreihundart Maßnahmen sammelt dann muss man ja auch irgendwie gucken, dass man damit was macht.

00:09:39: Und auch da wäre deine Nachfrage möglicherweise.

00:09:43: Haben wir darauf gewartet?

00:09:44: Das ist die Stadt jetzt umsetzt unsere bei hundert Maßnahmen.

00:09:48: Nee haben wir nicht gemacht sondern wir haben tatsächlich einfach bei denen sie sich beteiligt haben gefragt an was für ein Thema hättet ihr denn Bock mitzuarbeiten?

00:09:56: und das sind auch tatsächlich einige Arbeitsgruppen entstanden die einzelne Projekte oder Maßnahmen sich genommen haben aus diesen drei Hundert.

00:10:04: Und ich selbst habe dann zu einer erst Fünfer Gruppe, danach eine Vierer-Gruppe gehört.

00:10:08: Die wir nachher die aktiven Dorfentwickler genannt haben.

00:10:12: Unser Ortsbürgermeister gehört auch mit dazu.

00:10:14: und dann haben wir einfach diese dreihundertmaßen einmal so ein bisschen wie man das macht, strukturiert nach Themen so ein bisseln geballt und haben es aber ganz transparent gemacht.

00:10:23: oder kann jeder Bürger drauf gucken auf unsere riesige Miro-Map?

00:10:27: Wie viele Impulse da sind.

00:10:29: und mindestens einmal im Jahr treffen wir uns bis heute um darauf zu gucken.

00:10:33: was ist eigentlich aus diesen Impulsen geworden.

00:10:35: Welche Arbeitsgruppen sind gerade auf welchem Stand?

00:10:38: Und wer braucht irgendwo noch Hilfe, dass wir uns einfach so ein bisschen auf dem Laufenden halten um gegebenenfalls auch zu erkennen ach komm lass uns an der Ecke mal das ruhig zusammen machen.

00:10:47: aber wir haben alle einen ganz guten Überblick und das finden wir richtig klasse.

00:10:56: Wenn es jetzt darum geht statt Entwicklung weiterzuführen möchtest du da die Bürger beteiligen Oder ist es so, dass das darüber hinausgeht und einfach die Verwaltung alles umsetzt?

00:11:12: Ich glaube, dass die Verwendung umsätzt was wir uns auf dem Dorf überlegt haben.

00:11:17: Das wird nix.

00:11:18: dafür ist die Verwandlung auch gar nicht aufgestellt personell diese Wunschzettel aus zwölf Ortsteilen zu erfüllen.

00:11:25: also ich würde ganz gerne aber tatsächlich diese Initiative, die wir auf den Orten tatsächlich erleben wo die Leute sagen Alles klar!

00:11:32: Wir haben Problemen Wir werden das mal lösen.

00:11:34: Das gehen wir einfach mal an, jetzt tatsächlich auf die nächste Ebene zu heben und das wirklich stadtweit auch gut vielleicht sagen war zu orchestrieren Denn in den Orten ist unglaublich viel Wissen da es Energie und als Einsatzbereitschaft Und was wir alle wissen was ich selber gestaltet habe Die Lösung die ich selber vor Ort gefunden habe und umgesetzt habe Ist deutlich akzeptierter auch von den Bürgerinnen und Bürgern Als wenn man sagt alles klar wir bräuchten hier mal und dann macht sie jemand fällt allen auf, was daran nicht so richtig optimal ist.

00:12:04: Wenn die Leute tatsächlich beteiligt sind, passiert da eine ganze Menge und das alleine kann Verwaltung einfach nicht umsetzen.

00:12:14: Und ich bin auch überzeugt, dass muss man gar nicht!

00:12:16: Man muss nur als Verwaltung eine richtig gute Schnittstelle sein für die einzelnen Ortsteile.

00:12:20: Das heißt wenn sie eine Frage haben, ah jetzt wollen wir das und das lösen... dass die hilfreiche Hände in der Verwaltung haben.

00:12:27: Und so alles klar, da gibt es Möglichkeit A und Möglichkeit B. Wir würden euch b drei empfehlen als Variante.

00:12:35: Das braucht man von der Verhaltung.

00:12:36: aber das tatsächliche tun oder entwickeln ich glaube da sind Die orte tatkräftig genug.

00:12:42: Also ist die verwaltung kann es den Bürgerinnen und Bürgern letztendlich einfacher machen sich dazu Engagieren?

00:12:50: hast du hast du Beispiele wo es nicht funktioniert?

00:12:57: ja kann so eine kleine Sache mal erzählen von einer Veranstaltung, die wir als Verein mal organisieren wollten.

00:13:05: Wir wollten nämlich unseren zehnten Geburtstag feiern und haben uns gedacht Mensch das machen wir mit der Riesensause nachmittags ordentlich Programm für die Kinder mit Seifenkistenrennen abends eine tolle Party auch für die Erwachsenen mit ordentlich live Musik.

00:13:18: Und das war unsere erste große Veranstaltung, die wie im Ort geplant haben und haben das im Januar dann uns überlegt, und haben es angemeldet bei der Stadt Springe.

00:13:26: Und haben gesagt okay wir wissen gar nicht so richtig ob wir in September eine Veranstaltung so durchführen können.

00:13:32: aber wir stellen mal einen Antrag bei der stadt und dann gucken wir mal und dann hörten wir ganz lange nix.

00:13:38: und im März trafen wir dann Leute aus der Feuerwehr die jedes Jahr ein Osterfeuer machen und auch ziemlich häufig.

00:13:45: ohne die Feuerwehren hätten wir alle nicht so viele Dorffeste die organisieren öfter Mal.

00:13:52: Genehmigung bekommt ihr eine Woche vorher.

00:13:54: Ihr könnt jetzt schon mal anfangen zu planen.

00:13:58: Okay, das muss man auch erst mal wissen ne?

00:14:00: Das habe ich mir auch gedacht und das wäre für mich der Punkt.

00:14:03: also es gibt Feuerwehren die machen das jedes Jahr.

00:14:05: sie wissen wie der Hase läuft.

00:14:07: aber wenn nicht so wie ich damals das erste Mal eine Veranstaltung beantrage oder wir als Verein dann wünsche ich mir eigentlich eine Verwaltung die nicht nur diesen Antrag entgegen nimmt und sagt alles klar ist legen war zur Seite bis die nächsten Informationen kommen oder wir wieder tätig werden müssen sondern dass sie gucken, alles klar haben die das schon mal gemacht.

00:14:25: und falls nicht denke ich kann man pragmatisch zum Telefon greifen anrufen und sagen so Frau Kick.

00:14:32: Das ist ja cool, dass wir was organisieren wollen.

00:14:34: Seifenkisten rennen hatten wir ewig nicht sind wir auch nicht so richtig erprobt.

00:14:38: aber Erklär ihn mal kurz, worauf müssen wir eigentlich achten?

00:14:42: Wir haben eine kleine Checkliste mit der wir für so Veranstaltungen auch ein Sicherheitskonzept machen.

00:14:46: Wir haben hier auch eins im Schrank.

00:14:48: Das können Sie sich mal als Basis nehmen.

00:14:49: da werden wir eins brauchen also die einen so ein bisschen an die Hand nimmt sodass ich als Organisatorin das Gefühl habe alles klar Die Stadt steht hinter mir und Mit Rat und Tat zur Seite Und steht mir auf jeden Fall nicht im Weg bei der Umsetzung dieser Veranstaltung.

00:15:03: Denn ist eine ganze Menge zu organisieren für so ne Veranstaltetung Ist ganz schön wenn man diese Seite irgendwie den auf der seite den rücken frei hat.

00:15:10: Also das ist dann auch immer gut, wenn man das mit anderen Menschen gemeinsam denken kann.

00:15:14: Ich glaube da gibt es ja aus Völksten noch ein ganz schönes Beispiel auf jeden

00:15:18: Fall.

00:15:18: Ja eins von dem haben wir schon mal erzählt im Podcast aber ich finde das passt an dieser Stelle tatsächlich weil's auch ein bisschen zeigt wie ich arbeite und wie ich mir auch Arbeit als Bürgermeisterin im gemeinsamen Miteinander vorstelle.

00:15:30: Deshalb erzählen wir es gerne nochmal Auch aus Volksen hilft nichts.

00:15:36: Da komme ich her.

00:15:37: In Völksen organisieren unsere Vereine und Verbände jährlich den Weihnachtsmarkt.

00:15:42: Immer total toll, total schön!

00:15:44: So eine herzerwärmer Veranstaltung für alle die sich dann dort treffen.

00:15:49: Und nun gab es so ein Jahr in dem war nicht so richtig klar ob wir in diesem Jahr im Weihnachtsmarkt feiern können.

00:15:53: das war im Jahr zwei tausend zwanzig und unser Bürgermeister hat trotzdem eingeladen hat gesagt Mensch Leute ich fürchte wir können diesen Weihnachtsmark gar nicht durchführen aber ich wollte mich trotzdem mit euch zusammensetzen.

00:16:05: habt ihr ne Idee?

00:16:07: Und dann habe ich gesagt, ich hab zwar keine Idee wie wir es lösen.

00:16:12: Aber in dieser Zeit das Gefühl was wir auf dem Weihnachtsmarkt haben dass wir alle miteinander verbunden sind.

00:16:17: Ich habe das Gefühl die genau dieses Gefühl im Moment dringender erfüllen sollten bei den Menschen in Völksten als in allen anderen Jahren vorher und deshalb habe ich gesehen es wäre total schön wenn wir dieses Weihnachtsmartgefühl anderweitig zu den Leuten bekommen und wenn uns dazu etwas einfällt.

00:16:37: Ich habe noch keine Idee, aber alle die auch Lust haben dieses Gefühl an den Menschen in Völkchen zu bringen, lad ich herzlich ein.

00:16:45: Wir setzen uns zusammen und überlegen einfach mal.

00:16:49: Und das haben wir tatsächlich gemacht ohne dass wir vorweg schon wussten wie könnte die fertige Lösung aussehen?

00:16:57: Das ist ja das Tolle!

00:16:58: Also ich hab das ja auch mitbekommen und es ist so schön was dann da am Ende rauskam.

00:17:04: Ja, und ich finde das ist tatsächlich das was es ausmacht.

00:17:07: Man braucht nicht immer die beste Idee gleich am Anfang.

00:17:10: in diesem Fall haben wir weiß ich nicht mit fünfzehn Menschen bei uns am Ess-Tisch zusammengesessen.

00:17:15: Die jüngste Teilnehmerin war unsere Tochter, die war damals elf.

00:17:19: Die brachte eine Idee ein Ein allerersten Vorschlag Und dann griff jemand anders auf der Aus der Runde diesen Vorschlag auf und entwickelte den so ein bisschen weiter.

00:17:29: und dann ergänzte der nächste Idee Und so ergänzte sich das PÖAPÖ, innerhalb von einer halben Dreiviertelstunde wurde die Sache richtig rund.

00:17:40: Wir hatten am Ende einen Beutel, nämlich einen Weihnachtsmarktbeutel to go und davon haben wir dreihundert Stück gepackt und da hat jeder Verein was reingepackt, den Verein auf unserem Weihnachtsmarkt auszeichnet.

00:17:55: Ihr habt als Musikverein eine CD gebrannt mit Weihnachtsliedern, wir konnten also eure Musik auch zu Hause hören.

00:18:02: Als Cliff haben wir Bastelnmaterial für Kinder eingepackt dass sie sich Weihnachtskarten basteln können weil wir das sonst auch dort immer gemacht haben.

00:18:08: es gab Backmischungen für Plätzchen von denen die sonst Waffeln verkaufen auf dem Weihnachtsmarkt und es gab natürlich Glühwein oder Kinderpunch.

00:18:16: und mein ganz persönlicher Favorit kam tatsächlich damals vom Schützenverein.

00:18:21: der hat nämlich damals.

00:18:22: inzwischen hat sich das geändert aber damals hat der Schützenverein immer die Puffer gemacht.

00:18:26: Also hat der Schützenverein immer zwei bis drei Kartoffeln in eine Brottüte gepackt und in den Beutel gelegt und draufgeschrieben.

00:18:33: Ich könnte euer Puffer sein.

00:18:37: Das erinnere ich noch gut, ja.

00:18:39: Genau!

00:18:40: Und die dreihundert Beuteln hatten wir wirklich ganz schnell auch verkauft.

00:18:43: das war auch... es fanden alle tollen, wer sind ordentlich gesponsert worden?

00:18:48: Am Ende war aber aus meiner Sicht gar nicht dieser Beutell das Großartige.

00:18:53: Das war natürlich für diesen Tag toll, für alle einzelnen Haushalte.

00:18:56: Für mich war aber dieser Mehrwert und ich habe meine Tochter nachher gefragt ob sie traurig war, dass gar nicht ihre Idee die sie ja am Anfang eingebracht hat umgesetzt wurde.

00:19:06: Sie hat gesagt ne man, das war ja noch viel besser!

00:19:08: Die Idee wurde ja durch die anderen immer nur noch viel schöner gemacht und ich hab dazu beigetragen.

00:19:13: also es war sicherlich für alle die daran mitgewirkt haben genauso wie für mich Einfach ein total gemeinschaftsstärkenes Ereignis und Erlebnis.

00:19:24: Wo wir jetzt noch nicht darüber gesprochen haben, ist die ISAC-Geschichte.

00:19:27: Ich glaube da wolltest du auch noch ganz kurz darauf eingehen?

00:19:33: Die ISAC Geschichte haben wir glaub ich schon im Großen und Ganzen erzählt dass das am Ende für alle Ortsteile umgesetzt wurde.

00:19:45: Alles, was wir jetzt gerade mal kurz so aus meinen letzten Jahren an aktiven Arbeiten erzählt haben.

00:19:52: Ob das das ISAC ist die Veranstaltungsanmeldung oder auch der Weihnachtsmarkt Boite to Go.

00:19:58: Manchmal kann ein Ziel am Anfang noch gar nicht so richtig sichtbar sein und trotzdem ist es gut wenn man sich dran macht Das Ziel zu erreichen, erst mal sich zu definieren.

00:20:08: Was ist eigentlich das Ziel?

00:20:09: Beim Weihnachtsmarkt Beutel ist es eben dieses Gemeinschaftsgefühl.

00:20:13: Beim ESEC ist es das Thema wir brauchen Fördermittel.

00:20:15: Wie kommen wir da eigentlich hin?

00:20:17: Man weiß nicht genau welchen Weg man geht aber man weiß dass das Ziel eins ist was erstrebenswert ist.

00:20:23: und für so erstrebenschwerte Ziele würde ich mich total gerne über die Grenzen von Volks und hinaus als Bürgermeisterin einsetzen Und diesen Geist in alle zwölf Ortsteile bringen, gemeinsam immer eine gute Lösung finden zu können.

00:20:40: Die Menschen zusammenzubringen, Strukturen zu schaffen das Ideen nicht unnötig schwer werden sondern dass wir sie gemeinsam wirklich umsetzen können.

00:20:49: weil mein Erlebnis damit ist es sorgt bei allen dafür dass es ein richtig gutes Gefühl ist und am Ende was Gutes für eine Gemeinschaft entstanden ist und aus meiner Sicht der Sinn und Zweck von kommunalen Zusammenlebens- und kommunalem Gemeinschaftlichen gestalten.

00:21:05: Also gewissermaßen möchtest du vom Dorfentwickler, von der Dorf-Entwicklerin zur Bürgermeisterin werden?

00:21:14: Das trifft ziemlich gut auf den Punkt!

00:21:16: Warum nicht von der Dorfentwicklerin zu Stadtentwicklern in der Rolle der Bürgemeisterin?

00:21:21: Und vollkommen klar ich hätte auch weiterhin Lust in Völksten natürlich zu gucken.

00:21:26: wie entwickelt sich das in den Bürgerwerkstätten weiter?

00:21:29: Aber ich habe definitiv in den letzten Jahren erlebt, was möglich ist wenn alle Verantwortung übernehmen statt Verwaltung und die Menschen vor Ort zusammenarbeiten.

00:21:40: Und im Kleinen habe ich gezeigt dass wir das kann zusammenbinden können Teil dessen sein kann und ich traue mir das auch auf der Stattebene zu.

00:21:48: und dann kommen wir zur Ausgastfrage.

00:21:50: genau deshalb will ich Bürgermeisterin werden.

00:21:53: Ich denke Petra dieser Satz rundet diese Folge sehr schön ab.

00:21:58: Vielen Dank.

00:21:58: Das

00:21:59: macht dein Sohn auch, ne?

00:22:00: Es war ein guter Abschlusssatz!

00:22:10: Genau.

00:22:10: Vielen Dank und bis zur nächsten Aufnahme, Petra.

00:22:23: Alles klar.

00:22:24: Bis dann.

00:22:25: Tschüss.

00:22:27: Das war ein Podcast von und mit... Wir verabschieden uns bis zum nächsten Mal auf einen neuen Kaffee.

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