Folge 11: Sicherheit in Springe – hinschauen, ernst nehmen, gemeinsam besser machen
Shownotes
Heimwegtelefon: 030 12074182; Sonntag bis Donnerstag 21–24 Uhr, Freitag und Samstag 21–3 Uhr. Bei einer akuten Gefahr gilt immer 110.
Notfallvorsorge und Checklisten des BBK
Bürgertipps und Störungsmeldungen der Stadt Springe
Frauenberatung Springe: 05041 8011360
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ 116 016, kostenfrei, anonym und rund um die Uhr
**Polizeikommissariat Spring**e: Auf dem Burghof 3, Telefon 05041 7708-0
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00:00:01: Offen,
00:00:02: ehrlich
00:00:02: und ein bisschen Kack auf einen Kaffee mit Petra.
00:00:05: der Podcast über die Themen unserer Stadt.
00:00:09: Willkommen zu einer neuen Folge von Auf Einen Kaffe Mit Petra!
00:00:14: Heute sprechen Petra und Felix über ein Thema das viele Menschen sehr persönlich betrifft.
00:00:20: Sicherheit.
00:00:21: Dabei geht es nicht nur um Polizei, Kriminalität oder Statistiken.
00:00:26: Sicherheit beginnt im Alltag viel früher – dunklen Wegen, an schlecht sichtbaren Zebrastreifen beim Aussteigen aus dem Bus im Park in der Nachbarschaft
00:00:38: und auch
00:00:38: bei der Frage ob wir in Krisen gut vorbereitet sind.
00:00:42: Petra
00:00:43: schaut deshalb auf Sicherheit in drei Dimensionen.
00:00:46: Sicherheit im öffentlichen Raum, Sicherheit im Miteinander und Sicherheit durch gute Vorbereitung.
00:00:53: Es geht um Angsträume Beleuchtung Verkehrssicherheit Zivilcourage Heimwegtelefon Selbstbehauptung, Notfallvorsorge und die Frage wie Springe als Stadtgesellschaft handlungsfähig bleibt ohne Dinge kleinzureden oder Panik zu machen.
00:01:09: Denn Petras Kernsatz ist klar – Sicherheit ist ein Grundbedürfnis!
00:01:14: Und niemand sollte sich in Springe unsicher führen müssen.
00:01:19: Hallo Petra heute nutzen wir das etwas abgekühlte Wetter um eine zweite Folge aufzunehmen.
00:01:26: Wir haben hin und wieder mehrere Folgen.
00:01:28: Das war ja so warm, jetzt die zweite Folge.
00:01:31: Wir schwitzen noch ein bisschen nach
00:01:32: ... Ja, aber heute
00:01:34: ist es
00:01:34: angenehmer.
00:01:36: Und zwar sprechen wir über Sicherheit.
00:01:39: Bei Sicherheit denkt man vielleicht zuerst an Polizei, Kriminalität, vielleicht auch an Angst.
00:01:45: Aber du möchtest das Thema etwas breiter betrachten?
00:01:49: Warum?
00:01:51: Aus meiner Sicht und wahrscheinlich aus der Sicht vieler Bürgerinnen ist die Frage nach Sicherheit deutlich mehr als die Frage, wie viele Straftaten sind tatsächlich statistisch erfasst.
00:02:02: Natürlich ist Kriminalität total wichtig und wir brauchen auch Polizei und Prävention und wir brauchen auch ganz klare Reaktionen auf Kriminalitet und Gewalt.
00:02:11: aber Sicherheit beginnt im Alltag ja deutlich früher.
00:02:15: also für uns Eltern ist die frage kommen unsere Kinder eigentlich gut von A nach B sicher zur Schule?
00:02:21: können wir abends rausgehen, komme ich sicher nach Hause.
00:02:25: Kommen ältere Menschen barriereabend und ohne Angst durch die Stadt fühle ich mich wohl.
00:02:30: am Bahnhof im Park und auf dunklen Wegen ist so ein Zebra Streifen eigentlich gut erkennbar.
00:02:38: und es ist wichtig dass Menschen hinschauen wenn etwas nicht stimmt.
00:02:41: und deshalb möchte ich heute gerne über drei Ebenen entsprechen beim Thema Sicherheit im öffentlichen Raum Sicherheit im Miteinander und Sicherheit durch eine gute Vorbereitung.
00:02:52: Also ist nicht alles gefährlich, sondern wo können wir konkret besser werden?
00:02:59: Genau also Panik hilft nicht wegschauen allerdings auch nicht.
00:03:03: Wir brauchen einen ganz ehrlichen Blick.
00:03:06: Was sagen die Zahlen was sagen die Erfahrungen wie fühlen sich die Menschen Und was können wir als Stadtgesellschaft tun damit sich die menschen sicherer fühlen wenn sie sich an irgendeiner stelle unsicher fühlen?
00:03:20: Wenn man so auf die Kriminalitätsstatistiken guckt, da hört man häufig statistisch.
00:03:26: Ist es gar nicht so schlimm?
00:03:28: Reicht das als Antwort?
00:03:31: Also ich würde sagen nein.
00:03:33: Statistiken sind schon wichtig aber sie ersetzen ja kein Gefühl.
00:03:37: wenn jemand abends mit einem unguten Gefühl nach Hause geht hilft der nächsten Abend zu Hause zu erklären naja aber statistisch gesehen passiert ja gar nichts so viel.
00:03:46: Das heißt nicht dass wir die Gefühle gegen Fakten ausspielen sollten, sondern ganz im Gegenteil.
00:03:52: Wir brauchen beides die Faktonlage und die Wahrnehmung der Menschen damit wir vernünftig agieren können.
00:03:59: Denn Sicherheit ist einfach auch ein Grundgefühl was wir alle brauchen um uns wohlfühlen zu können und gut durch unseren Alltag zu kommen.
00:04:06: Und wenn Menschen bestimmte Orte meiden dann ist das ein Problem selbst wenn da nicht tagtäglich Straftaten passieren.
00:04:13: unsere Stadt sollte ja Räume haben die wir alle gerne benutzen wo wir uns gerne aufhalten.
00:04:18: Die NDZ hat gemeinsam mit Polizei und Jugendarbeit eine Umfrage gemacht zum Thema Sicherheitsempfinden von Frauen in Springe.
00:04:33: Was nimmst du daraus mit?
00:04:36: Ja, für mich war ziemlich wichtig.
00:04:38: das Thema ist auf jeden Fall real.
00:04:40: ich habe auch selbst teilgenommen an der Befragung Und das Ergebnis sagt, viele Frauen und Mädchen bewegen sich in Springe grundsätzlich nicht immer entspannt.
00:04:54: Genannt wurden ganz besonders dass die Bahnhöfe, das dunkle Wege, dass der Volkspark und auch bestimmte Bereiche in der Kernstadt nicht so gerne gerade im Dunkeln durchquert werden.
00:05:06: Und dunkel ist ganz auffällig, denn Beleuchtung spielt eine ganz große Rolle.
00:05:11: Ob ich mich da wohlfühlen kann oder nicht und das ist ja ein ganz praktischer Punkt also nicht kann zwar nicht jedes Sicherheitsproblem lösen aber wenn man sich in helleren Ecken wohler fühlt als in dunklen kann man da sicherlich Unsicherheiten vermeiden indem man vernünftig ausleuchtet.
00:05:28: und gleichzeitig gab es auch Frauen die gesagt haben sie fühlen sich nicht besonders unsicher.
00:05:34: Ja und das gehört auch dazu.
00:05:35: Und meine eigene Erfahrung ist, das ändert sich auch mit dem Alter einer Frau.
00:05:40: Wann fühle ich mich da sicherer als junge Frau?
00:05:43: Vielleicht nicht ganz so sicher wie wenn man einfach ein paar Erfahrungen und Begegnungen hinter sich gebracht hat.
00:05:51: Es geht ja auch nicht darum von Springe ein Bild als gefährlicher Stadt zu zeichnen.
00:05:55: Das ist es gar nicht.
00:05:56: und trotzdem kann auch ich mich erinnern dass ich als junges Mädchen durch dunkel Gassen gegangen bin mit einem Schlüsselbund in der Hand und das werden die meisten Mädchen- und jungen Frauen sicherlich auch kennen.
00:06:09: Und wir müssen einfach rausfinden, wo fühlt man sich unwohl?
00:06:13: Warum ist das so?
00:06:14: Und gibt es Stellschrauben, die wir haben abseits des Schlüssel-Bundes in der einzelnen Hand der Frauen und Mädchen?
00:06:21: Ja du hast gesagt dass Frauen und und Mädchinnen öffentliche Räume oft anders erleben.
00:06:27: was meinst Du damit?
00:06:30: Ja, ein Teil habe ich davon eben schon geschildert.
00:06:33: Dass viele Frauen die Situation kennen gerade wenn man alleine unterwegs ist einen dunklen Weg eine schlecht beleuchtete Straße entlang.
00:06:43: womöglich fährt ein Auto oder irgendjemand mit einem bisschen Abstand langsam hinter einem her.
00:06:50: das sorgt für viele frauen zu einem akuten Unsicherheitsgefühl für ein akutes Unsicherheit gefühlt und dann haben sie das Bedürfnis nicht alleine durchzugehen, lieber währenddessen zu telefonieren.
00:07:03: und wenn es eine Sprachnachricht ist die man in der Zeit verschickt oder eben den eben beschriebenen Schlüssel in der Hand.
00:07:08: Man geht dann schneller und hat vor allem erhöhten Puls und ja fühlt sich einfach nicht ganz souverän in der eigenen Gestaltung des Heimweges.
00:07:17: Und meine These ist dass das für viele Männer in der Art und Weise gar nicht erlebbar ist und auch nicht präsent ist.
00:07:24: und deshalb ist Es so wichtig dass man drüber spricht nicht als Vorwurf.
00:07:27: Wenn ein Mann langsam hinter einer Frau hergeht, ist das immer ein Problem.
00:07:31: Aber dafür zu sensibilisieren, dass die Frau sich mit dieser Situation nicht unbedingt wohlfühlt kann total helfen auch für Entlastung zu sorgen durch die Person, die ohne jede böse Absicht da gerade langsam hinterher geht Denn die meisten tun das ja nicht mit Böseabsicht.
00:07:47: Was kann denn da jeder Einzelne so tun?
00:07:51: Ja Aus meiner Sicht tatsächlich eine ganze Menge.
00:07:54: Wenn ich diese Situation habe, zum Beispiel wenn man aus dem Bus steigt und eine Frau steigt aus und vielleicht ein Mann machen wir es mal so an diesem Beispiel fest und man wählt dann den gleichen Weg Richtung nach Hause oder wohin auch immer Dann kann ich als verfolgende Person oder hintengehende Person entscheiden wie groß das sich den Abstand oder wechsle ich vielleicht sogar einfach die Straßenseite um die Bedrohungssituationen nicht zu verstärken für die Frau, die vorne läuft.
00:08:23: Wenn ich die Straßenseite wächste dann vielleicht auch nicht kurz nachdem ich die Person überholt habe wieder auf die andere Seite einstehren sondern einfach ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln.
00:08:32: okay hier sind zwei Menschen irgendwie gemeinsam unterwegs und beide sollen sich sicher fühlen.
00:08:37: und wie kann ich mit meinem Verhalten dafür sorgen dass das bei der anderen Person nicht schlechter wird?
00:08:42: Das heißt wir brauchen gar nicht unbedingt mehr Licht sondern Ein Bewusstsein für die, für solche Situation.
00:08:51: Genau!
00:08:52: Also Licht ist auch wichtig vollkommen klar aber eben auch dieser rücksichtsvolle Umgang im Miteinander der gehört einfach dazu.
00:08:59: und das beginnt bei Hinterherpfeifen oder einzüglichen Kommentaren oder Cat-Calling.
00:09:07: Und wenn man dann sagt naja nun war ja nur ein Kompliment ich meine es gar nicht so.
00:09:11: Das fühlt sich für die Personen die betroffen sind und die angesprochen werden einfach nicht gut an.
00:09:18: Man stelle sich vor, die eigene Tochter oder Schwester würde sich so was anhören.
00:09:23: Wenn man das mit dem Blick anguckt, dann darf man den gar nichts mehr sagen.
00:09:28: Da hat man eine gute Sensibilität, was angemessen ist im Umgang miteinander und etwas eben auch nicht.
00:09:34: Gibt es denn konkrete Angebote, von denen die Menschen ein Kenntnis haben sollten?
00:09:42: Ich finde tatsächlich, dass ein sehr praktisches Angebot das Heimweg-Telefon ist.
00:09:47: Wenn man nachts allein unterwegs ist und sich unwohl fühlt, dann kann man da anrufen.
00:09:51: Und dann begleitet eine älbrenamtliche Person am Telefon bis nach Hause.
00:09:58: kann mit ihr die ganze Zeit sprechen.
00:10:00: Man sagt, wo man ist und für den Fall das was passiert.
00:10:02: dann weiß jemand sofort Bescheid.
00:10:04: und natürlich ersetzt es keine Polizei wenn eine ganz akute Gefahrensituation da ist.
00:10:09: Wenn ich mich wirklich in Gefahr befinde, dann sollte man bitte den Notruf wählen und nicht das Heimwegtelefon.
00:10:15: aber gegen dieses ungute Gefühl auf dem heimweg kann dieses Telefon helfen.
00:10:20: Da hilft aber manchmal auch das Telefonat mit einer Freundin oder einem Elternteil.
00:10:26: Ja und vor
00:10:27: Ort?
00:10:29: Ich finde tatsächlich solche Formate wie so ein Nightwalk.
00:10:32: Der hat auch in Springe schon stattgefunden, also gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Polizei, Verwaltung, Jugendarbeit und dafür sorgen dass wir junge und ältere Menschen dabei haben Männer und Frauen bestimmte Wege ablaufen und sich einfach fragen okay wo fühlt es sich weshalb eigentlich gerade unsicher an?
00:10:51: Lichts an der Dunkelheit ist es unübersichtlich.
00:10:56: was sorgt dafür das ich mich nicht gut fühle.
00:10:59: Und das ist definitiv besser, bei Nacht zusammen unterwegs zu sein als wenn man sich im Rathaus am grünen Tisch überlegt.
00:11:06: Wie wollen wir das mit der Sicherheit so ganz abstrakt machen?
00:11:08: Denn ich glaube, man muss wirklich abends die Orte sehen bei Dunkelheit.
00:11:12: Das heißt jetzt im Hochsommer wäre das keine gute Option, sich um einen zwanzig Uhr zu treffen.
00:11:18: Im Winter ist es aber in Zweifelsfeier schon ab sechzehn, siebzehn Uhr eine Situation, die sich anders darstellt.
00:11:24: Ja richtig!
00:11:25: Was hältst du denn in dem Zusammenhang von Selbstverteidigungskursen?
00:11:31: Die können total sinnvoll sein.
00:11:33: Ich würde aber lieber über Selbstbehauptung sprechen als über Selbstverteiligung, denn es ist ja gar nicht immer ein Angriff.
00:11:39: Mit dem Verein Cliff Kinderleben in Völksen bieten wir schon seit einigen Jahren tatsächlich einen Selbst- behauptungstraining für Kinder an so ab dem Grundschulalter wie... positioniere ich mich in einer bestimmten Situation.
00:11:51: Wenn ich mich unwohl fühle, wo gehe ich drauf zu?
00:11:53: Was mache ich mit meiner Körpersprache, mit der Stimme?
00:11:56: Wie setze ich eine Grenze?
00:11:57: Wie hole ich Hilfe?
00:11:58: und was hilft mir eigentlich Situationen gut
00:12:00: einzuschätzen?".
00:12:03: Und bei aller Selbstverteidigung und Selbstbehauptung die Verantwortung darf natürlich nicht bei den potenziell Betroffenen hängen bleiben sondern das sind häufig Frauen, Mädchen und Kinder.
00:12:16: Wir können alle gemeinsam dafür sorgen, dass die sich gut geschützt und ernst genommen fühlen.
00:12:22: Und auch in der Stadtgestaltung können wir da Verantwortung für übernehmen mit Prävention sozialer Arbeit und mit der Kontaktbeamtin der Polizei einfach dafür zu sorgen, das alle dazu beitragen, dass das Sicherheitsgefühl besser wird.
00:12:36: Ja du willst Sicherheit aus Sicht von Eltern und älteren Menschen betrachten?
00:12:43: Ja, für mich als Mutter ist es total wichtig zu wissen kommt mein Kind.
00:12:46: Okay inzwischen sind die alle haben dir die Grundschule längst verlassen.
00:12:49: Kommt mein Kind sicher zur Schule?
00:12:51: Ich kann mich total gut daran erinnern wie das so war als ABC-Schütze.
00:12:54: so die ersten Wochen zu Fuß zur Schule über die gefährliche Straße.
00:12:58: und diese gefährliche Strasse gibt's bestimmt auf allen Fußwegen von Kindern aller Eltern ins Springer.
00:13:06: Das sollten wir einfach gut mitdenken, gut begleiten.
00:13:09: Da gibt es diese Fußhaltestellen und begleitete Wege Und trotzdem müssen auch Querungen gut markiert werden.
00:13:16: das macht die Polizei Die Kontaktbeamtin ja ganz toll und sprüht dann auch immer.
00:13:20: zum Schuljahr beginnt nochmal gelbe Füschen auf Und trotzdem sind manche Zebrastreifen abgefahren und natürlich müssen die auch einfach nachgestrichen werden, damit alle eine Chance haben sie auch tatsächlich im richtigen Moment zu sehen.
00:13:32: Ich finde für Kinder- und ältere Menschen oder Menschen mit Einschränkungen ist es besonders wichtig dass sie sich auch gut in dieser Stadt bewegen können.
00:13:39: Ja das ist ein klassisch kommunales Thema
00:13:41: auch Genau und deshalb gehört das hier auch in unseren Podcast.
00:13:45: also Sicherheit ist nicht nur blaulicht, Sicherheit ist auch Verkehrsplanung, Instandhaltung Barrierefreiheit und Aufmerksamkeit für Details.
00:13:54: Bei älteren Menschen, das habe ich neulich gerade gelernt, die haben gesagt wir haben echtes Problem wenn der Bus zu weit weg vom Bordstein hält.
00:14:03: Weil dann beim Aussteigen ist die Lücke zwischen der Treppenstufe und dem Bord Stein zu weit.
00:14:10: Das heißt sie treten auf die Straße genau dazwischen und das sorgt ganz häufig für Stürze.
00:14:18: Muss jemand, der dieses Problem nicht hat, einfach nur kennen und wissen.
00:14:21: Damit der Busfahrer etwas bewusster ganz weit ranfahren kann, insbesondere wenn ältere Fahrgäste aussteigen?
00:14:28: Ja.
00:14:29: Das heißt letztendlich betrifft Verkehrssicherheit ja alle.
00:14:33: Also Autofahrer, Autofahrer, Fahrernfahrer und Fußgänger.
00:14:38: Genau!
00:14:39: Und es geht überhaupt nicht darum die Verkehrsteilnehmer hier gegeneinander auszuspielen.
00:14:43: wir sind ja allesamt mal das eine oder das andere Und da tut man sicherlich gut daran, wenn wir alle aufeinander Rücksicht nehmen.
00:14:52: Ich würde sagen eine gute Stadt würde fragen wie kommen hier alle sicher durch den Alltag?
00:14:59: Autofahrerinnen und Autofahrer, Radfahrende Kinder Menschen mit Rollator-Eltern mit Kinderwagen ist auch ne spannende Geschichte.
00:15:06: das Erlebnis hast du vielleicht gemacht und aus meiner Sicht entsteht Sicherheit dar Wenn die Wege klar sind und die Situation so übersichtlich isst Das für alle verständlich ist, welche Regel gilt hier und wer sollte auf wen besonders gut Rücksicht nehmen?
00:15:23: Ja du hattest eben die abgefahrenen Zebra Streifen zum Beispiel auch erwähnt.
00:15:28: Da kann ja schnell so ein Gefühl aufkommen.
00:15:30: Hier kümmert sich keiner das geht ja im Grunde über Verkehr hinaus bis hin zur Sauberkeit und gepflegten Plätzen.
00:15:38: wie hängt denn das mit Sicherheit zusammen?
00:15:42: Das hängt ziemlich viel, zumindest wenn Sicherheitsempfinden zusammen.
00:15:45: Also ob sich statistisch da kommen wir wieder zum Anfang zurück tatsächlich die Sicherheit verändert weiß ich nicht.
00:15:52: aber wenn Orte fahrwahrlos wirken Wenn Müll rumliegt Die Beleuchtung kaputt ist Wenn da Graffitis sind die man nicht so richtig einordnen kann Wenn Wege zugewachsen sind dann entsteht ganz schön schnell der Eindruck hier kümmert sich niemand und kommt ihr überhaupt jemals jemand vorbei dann entsteht schnell mal so ein Gefühl von, ach bei Sonnenschein ist das ganz gut.
00:16:14: Das läuft im Moment ganz prima mit dem Sonnschein aber in der dunklen Jahreszeit und im Dunkeln eben
00:16:21: nicht.
00:16:22: Ja zum Beispiel Straßenreinigung ist soweit ich weiß im Springer aber nicht einfach nur Aufgabe der Stadt?
00:16:30: Ne genau!
00:16:31: Das muss man ganz sauber erklären.
00:16:32: die Straßenreinnigungen in der Stadtspringe die bezahlen wir nicht mit mit unserer Grundsteuer und ist in Ersatzung geregelt, dass da viele Pflichten bei den Anliegerinnen und Anliegern liegt.
00:16:44: Das heißt aber nicht das die Stadt aus der Verantwortung für Aufenthaltsqualität komplett raus ist.
00:16:49: eine Stadt kann natürlich informieren oder sollte sie auch tun dran erinnern und kontrollieren und auch hier oder dar unterstützen Mülleimer Standorte gut wählen und natürlich pflegen Angsträume identifizieren sich um die eigene Grünpflege kümmern und die Beleuchtung auch tatsächlich gut im Blick haben.
00:17:11: Und natürlich mit den Eigentümerinnen und Eigentümern über Initiativen sprechen, wie kriegen wir unsere Stadt gemeinsam sauber gehalten?
00:17:18: Wenn gerade ältere Anwohner sagen, mein Gott, die Eiche vorm Haus, die wirft jetzt ganz schön viele Eicheln und ganz schön viel Laub.
00:17:25: Das schaffen wir grad nicht mehr.
00:17:26: Das haben wir in den letzten sechzig Jahren getan aber jetzt wird es beschwerlich.
00:17:30: Ja so weit ich weiß gibt es da einige Städte, die da ansetzen Leipzig zum Beispiel wo Ordnung, Prävention und Aufenthaltsqualität zu einem gesamten Netz verwoben werden.
00:17:43: Ist das möglicherweise ein Vorbild für Sprünge?
00:17:47: Ja, das finde ich dann total spannenden Ansatz tatsächlich mehrere Dinge zusammenzudenken nämlich Ordnung prävention aufenthalte Qualität unsicherheitsentfinden gemeinsam zu betrachten.
00:17:59: Es reicht halt nicht, die einzelnen Symptome zu bearbeiten.
00:18:01: Sondern man muss sich immer fragen wie wirkt der Ort auf Menschen?
00:18:06: Wer nutzt ihn aber auch wer meidet ihn und was braucht es eigentlich damit das wieder ein richtig guter öffentlicher Raum wird?
00:18:15: Wir haben jetzt viel über über Orte gesprochen also über Beleuchtung über Sauberkeit Gestaltung Aber im Grunde ist ein Ort ja nur so sicher Wie Die Menschen dienen die nutzen.
00:18:27: Damit sind wir beim Thema dass viel mit Haltung zu tun hat, also Zivilcourage.
00:18:32: Was heißt das für dich?
00:18:35: Ja zivilcorage heißt auf jeden Fall nicht sich kopflos in Gefahr zu bringen.
00:18:40: aber zivil courage heißt für mich ich gucke hin Ich hole Hilfe ich spreche andere an und mache deutlich das Verhalten was hier passiert.
00:18:50: Das ist so nicht in Ordnung.
00:18:52: Wenn jemand belästigt wird oder bedroht wird, wenn jemand verbal angegangen wird dann ist das wegsehen für die betroffenen Personen oft das Schlimmste was an passieren kann.
00:19:01: um Gottes Willen jetzt helfen mir noch nicht mal diejenigen die hier gerade dran vorbeigehen.
00:19:05: Das ist ein Gefühl das möchte man selber nicht haben das wünscht man sich für seine eigenen Kinder nicht und Man fühlt sich dann doppelt allein durch die Situation selbst und die Menschen die nichts tun.
00:19:18: Was kann man konkret
00:19:19: selbst?
00:19:20: tun ohne sich selbst zu gefährden?
00:19:23: Ja, die Tipps sind da.
00:19:24: Man hält Abstand und ist trotzdem präsent.
00:19:28: Und was total gut ist wenn mehr Menschen da sind Sich zusammenzutun und zu sagen kommen sie bitte dazu Denn gemeinsam kann man die Person dann noch besser ansprechen und fragen Ist alles in Ordnung.
00:19:39: Möchten Sie mit mir ein Stückchen gehen?
00:19:41: Man kann Hilfe holen Die Polizei rufen Personal informieren.
00:19:44: Das klappt im Bus oder im Supermarkt.
00:19:47: Wichtig ist, die Tatperson dabei nicht groß zu provozieren.
00:19:50: Sondern die betroffene Person zu stärken und Unterstützung zu organisieren.
00:19:54: Das klappt manchmal auch ganz gut in dem man sagt Hallo Felix!
00:19:57: Mensch wir haben uns aber lange nicht gesehen, hakt die Person obwohl man sie vielleicht gar nicht kennt unter und dreht einfach ab und versucht so die Personen aus der Situation tatsächlich zu entlasten.
00:20:10: Ja gilt es denn auch zum Beispiel bei Taschendiebstahl oder Enkelträg oder Einbruch?
00:20:16: Absolut, eine aufmerksame Nachbarschaft ist ein riesiger Sicherheitsfaktor und auch Gespräche darüber.
00:20:22: Wenn ich meine Nachbarn kenne fällt mir eher auf wenn da mal was nicht stimmt, wenn die Rolle eben nicht so rauf-und runtergehen wie ich das kenne, wenn der Person ihren Spaziergang nicht zu der Zeit antritt, was sie normalerweise macht also Routinen helfen total dem ganzen Umfeld auch einzuschätzen ist alles in Ordnung.
00:20:38: Und wenn ältere Menschen eine gute Ansprechperson haben Dann fragen Sie vielleicht auch eher nach.
00:20:47: Mein Gott, ich hatte da gar so ein Anruf angeblich, hatte meine Tochter einen schweren Unfall.
00:20:51: Kommst du mal bitte mit mir und versuchst ... Ich brauch Geld!
00:20:57: Also man spricht vielleicht eher über die crude Situation, die so Betrüger ja anwenden.
00:21:02: Die setzen ja komplett auf Menschen in Schockversetzen.
00:21:04: und wenn man Menschen hat mit denen man über eine Schocksituation sprechen kann und sofort sagen kann meine Güte Felix da ist mir jetzt gerade was passiert dann kann Felix vorsichtig nachfragen bist du dir ganz sicher dass das wirklich so passiert ist?
00:21:17: Ja wer ist denn eigentlich zuständig für Sicherheit?
00:21:23: Naja ich würde mal sagen ganz schön viele.
00:21:26: Und das ist auch ganz gut so, weil das heißt da können mehrere Zahnräder auch ineinander greifen.
00:21:32: Deshalb ist auch Zusammenarbeit total wichtig.
00:21:34: die Polizei ist natürlich total zentral bei Kriminalität Prävention und auch bei Präsenz und konkreter Gefahrenabwehr an Orten wo man weiß, achta es immer mal irgendwie was los was man nicht so gerne hätte.
00:21:46: dann soll die Polizei da bitte Präsent zeigen.
00:21:51: Als Verwaltung ist die Stadt Springe natürlich dafür da, die Beleuchtung und die Verkehrsflächen in Ordnung zu halten.
00:21:58: Und auch dafür zu sorgen dass die Wege- und Flächen in ordnung sind.
00:22:01: Die Stadtplanung Sicherheitsaspekte mit berücksichtigt.
00:22:05: Die Grünpflege so stattfindet das eben die Bäume und Wische nicht für eine zusätzliche Einschränkung von guter Beleuchten sorgen.
00:22:16: Und natürlich darüber reden mit allen Beteiligten an so einem Konzept.
00:22:22: Die Polizei muss Prioritäten setzen und die Stellen mittelbereit.
00:22:25: Und die Sozial- und Jugendarbeiten müssen auch erkennen, welche Entwicklungen ergeben sich hier eigentlich.
00:22:31: Da sind Schulen, Vereine und Beratungsstellen ebenso wie eine vernünftige Nachbarschaft total wichtig um zu erkennen wo läuft da was in der Richtung?
00:22:43: verhindern oder ändern wir eine Situation, die uns allen gerade nicht gefällt aus Sicherheitsaspekten.
00:22:48: Das passt ja wieder super zu deinem Grundgedanken vernetzt arbeiten?
00:22:53: Ja es hilft nichts.
00:22:54: ich komme da immer wieder drauf zurück und auch nicht um mich rauszureden sondern Sicherheit darf wie ganz viele andere Themen einfach nicht als silo gedacht werden.
00:23:03: wenn ein Ort immer wieder als unangenehm beschrieben wird sollten wir nicht alle einzeln darauf gucken sondern alle gemeinsam mit Polizei Ordnungsbereich, Jugendpflege usw.
00:23:14: und sofort vor allem Bürgerinnen und Bürger die dazu auch eine ganz konkrete Wahrnehmung haben.
00:23:20: ich würde hier total gerne in der Kultur stärken indem wir einfach alle solche Hinweise ernst nehmen und ganz systematisch gemeinsam daran arbeiten das abzustellen.
00:23:31: da ist nicht jeder Wunsch sofort umsetzbar.
00:23:33: aber wir müssen dafür sorgen dass die Menschen mit ihren Bedenken so ernst genommen werden dass sie sich künftig wieder sicherer bewegen wollen.
00:23:44: Eine Sache will ich noch fragen, weil teilweise wird bei der Polizei nach mehr Präsenz gerufen, mehr Streifen eine sichtbare Wache.
00:23:55: kannst du oder könntest du als Bürgermeisterin das überhaupt entscheiden?
00:24:02: Also ganz ehrlich nein auf jeden Fall nicht direkt denn die Anzahl der Polizeikräfte in Springer Das ist eine Entscheidung des Landes.
00:24:10: Der Landespolizei, das wird auf anderer Ebene innerhalb der Polizeiorganisation entschieden und nicht durch die Stadt.
00:24:16: Da will ich keinem konkret was vormachen.
00:24:19: aber was ich als Bürgermeisterin natürlich machen kann es mit der Polizei Kontakt aufnehmen und intensive Gespräche dazu führen was für Situationen hier dafür sorgen dass wir glauben dass wenn er erhöhte Präsenz brauchen und dann kann man das sicherlich gemeinsam besprechen ob sich das von anderen Orten unterscheidet in der Situation oder ob wir andere Möglichkeiten haben, die in kommunaler Hand liegen um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen wie mit dem Polizeibeamten mehr.
00:24:50: Wir haben jetzt viel über Orte gesprochen über den Alltag und Wege aber Sicherheit hat ja noch eine andere Dimension, an die man im Alltag vielleicht seltener denkt.
00:25:06: Was ist denn wenn zum Beispiel bei einem Sturm oder einem langen Stromausfall tatsächlich mal eine Notsituation auftritt?
00:25:13: Gehört Notfallvorsorge für dich auch in einer Sicherheitsfolge?
00:25:20: Ja absolut!
00:25:22: Weil Sicherheit nicht ausschließlich bedeutet komme ich abends gut nach Hause vollkommen klar, wer ein Infrastruktur ausfällt kein Strom, kein Wasser und auch keine Kommunikation im Zweifelsfall.
00:25:33: Wenn kein Strom ist, Achtung Warnung an die junge Generationen, dann gibt es auch keinen Internet mehr Dann haben wir in Zweifelzweil keine Heizung.
00:25:42: Und das muss nicht zwingend ein Weltuntergangs-Szenario sein aber Es kann schon Für einen längeren Ausfall durchaus mal kommen zu einem längeren ausfall durchaus Mal kommen und Darüber sollten wir auch Nicht panisch Aber gut vorbereitet miteinander reden und uns einfach gut vorbereiten.
00:26:00: Was sollten Menschen denn deiner Meinung konkret tun?
00:26:04: Es gibt für diese Situation, dass wirklich wir so eine Zeit lang mal einen... wie heißt denn das Lockdown?
00:26:10: Heißt es nicht Blackout?
00:26:13: Da gibt's vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ganz gute Checklisten.
00:26:18: also wenn wirklich mal das kennen wir vielleicht noch ein bisschen aus der Corona-Zeit Wie viel Wasser sollte ich eigentlich vorreitig haben?
00:26:24: Wie viele haltbare Lebensmittel, Taschenlampenbatterien und so weiter.
00:26:28: Da gibt es eine ganz gute Checkliste.
00:26:29: die könnten wir in den Shownots auch mal verlinken falls sich da jemand für interessiert.
00:26:36: Und es muss auch nicht jeder sofort den perfekten Krisenkeller haben und ja für die nächsten drei Jahre abtauchen können.
00:26:45: aber ein bisschen Vorsorge nimmt einem selbst den Druck raus und hilft auch im Alltag.
00:26:49: wenn was ausfällt ist man dann nicht sofort hilflos.
00:26:52: Ja, was ist denn kommunal relevant auf dieser Ebene?
00:26:59: In einigen Ortsteilen gibt es tatsächlich schon Notfallpläne und konkrete Überlegungen.
00:27:03: also wo trifft man sich eigentlich wenn tatsächlich meine Heizung ausfällt?
00:27:08: gibt's Orte in einem Ort wo eine Heizungsstadt finden kann wer ist eigentlich der Ansprechpartner?
00:27:15: welche Orte eignen sich, um im Zweifelsfall Gemeinschaftsaufenthaltsorte zu organisieren und auch festzuhalten.
00:27:23: Das ist natürlich eine besonders akute Geschichte.
00:27:25: wer braucht eigentlich Hilfe?
00:27:26: also jeder in der Lage allein sein Haus oder seine Wohnung zu verlassen.
00:27:30: das finde ich total wertvoll und ich finde es sollte auch jeder Ort haben.
00:27:36: sind ganz akribische und engagierte Menschen in vielen Ortsteilen dabei, das tatsächlich mit viel privatem Engagement zu stricken.
00:27:44: Und ich glaube auch dass das häufig an der Stelle am besten geht Denn in einer Stadt mit zwölf Ortsteilen ist es wichtig wirklich ganz vor Ort im einzelnen Ortstag rauszufinden wo ist es wie gut?
00:27:57: In einer echten Krise sind natürlich die ersten hilfreichen Menschen total wichtig.
00:28:02: Das heißt da Nachbarschaft funktioniert.
00:28:05: Die Feuerwehr im orts Teil ist total relevant und auch andere Vereinstrukturen.
00:28:10: Die kann man sicherlich in solche Konzepte wie helfen wir uns, wenn es eng wird, total gut einbinden?
00:28:15: Ja du hattest gesagt, denn dein Caférunden kam teilweise auch das Thema oder die Frage nach Bunkern auf.
00:28:23: Würdest Du dieses Thema mit irgendwie reinnehmen?
00:28:31: Es war tatsächlich eine Frage, die mich ein bisschen erschrocken gemacht hat.
00:28:34: Das war ein sommerlicher Nachmittag.
00:28:35: Wir saßen bei einem Café Und dann kam jemand und sagte, Mensch das könnte ja mal ganz gefährlich werden.
00:28:43: Ich empfinde da selber auch akut so eine Bedrohungslage.
00:28:47: Ja ist es wichtig, auch das beeinflusst die Sicherheit von Personen und deshalb ist es total relevant.
00:28:55: Die Weltlage ist unsicherer geworden.
00:28:57: Russlands Krieg gegen die Ukraine.
00:29:01: im Iran haben wir gerade wieder erste Anbahnungen von etwas mehr Ruhe.
00:29:06: Hybridebedrohungen oder Cyberangriffe, das macht was mit Menschen.
00:29:12: Zum Thema Bunker muss ich allerdings ganz ehrlich sagen dass es nicht zuerst die kommunale Aufgabe sondern das ist tatsächlich eine Aufgabe der sich der Bund im Moment auch wieder aktiv verschrieben hat.
00:29:22: Schutzräume und Zivilschutz liegt dort und die überprüfen im moment auch gerade tatsächlich vorhandene Bunkern und diskutieren aktuell welche Konzepte muss man wie verfeinern und anpassen?
00:29:33: denn Das kommt natürlich überall
00:29:36: an.
00:29:36: Kann denn eine Kommune da was zu beisteuern?
00:29:41: Also ich kann nicht einfach allein ein bundesweites Schutzraumproblem lösen, aber wir können natürlich vorbereitet sein.
00:29:47: Wir können ja hier vor Ort schon mal gucken Was ist eigentlich da und was wir brauchen?
00:29:51: Im Ernstfall ist das was in vielen anderen Situationen auch hilft Eine vernünftige Kommunikation ne gute Hierarchiestruktur entsprechende Warnwege, Treffpunkte das wir Notfallpläne haben die Zusammenarbeit mit den freiwilligen Feuerwehren.
00:30:09: Die sind so häufig gut vorbereitet und ausgebildet hier ab und zu vielleicht mal mit einer größeren Runde Vorbereitungstreffen zu machen dass sie uns erklären wie gut sind Sie aufgebaut?
00:30:21: Das THW ist hier ganz aktiv.
00:30:25: Wir können glaube ich kommunal für eine gute Vernetzung sorgen und dass wir im Ernst Fall wissen wen rufen wir als erstes zweites und drittes an
00:30:33: Und
00:30:33: das kann auch helfen, dieses Netzwerk zu haben bestimmte Informationen auch einzuordnen.
00:30:39: Denn Unsicherheit wird immer dann schlimmer wenn Gerüchte oder so Social Media bubbles Weltuntergangsszenarien irgendwo heraus beschwören Wenn man keinen Nachbarn hat mit dem man drüber sprechen kann.
00:30:51: ich habe gehört morgen geht die welt unter Felix und du mir sagst Petra da hast du im falschen Kanal eingeschaltet.
00:30:56: also auch da Sprecht miteinander über solche empfundenen Beängstigungssituation.
00:31:02: Das ist keine Schwäche.
00:31:04: Ja, jetzt hast du gerade die Social Media Blasen angesprochen?
00:31:07: Was hat denn das mit Sicherheit tatsächlich zu tun?
00:31:10: Ja was ich aus meinen Gesprächen wahrgenommen habe tatsächlich sehr viel.
00:31:14: Manchmal ist es ja nicht eine reale Gefahr sondern eher so das Gefühl von der Bedrohung.
00:31:19: also wir stecken bei jeder in seiner eigenen Bubble.
00:31:23: Man sieht man ein Video und dann noch eins.
00:31:25: Und es wird immer ein bisschen dramatischer
00:31:27: gemalt,
00:31:28: wie das Weltuntergangs-Szenario sich so annähert.
00:31:32: Dann ist es total cool wenn man jemanden trifft der in einer anderen Bubble ist und lustige Katzenvideos jeden Tag nur bekommt und sagen kann davon habe ich noch gar nichts zur Kenntnis genommen.
00:31:40: Guck mal wir recherchieren das Mal ob die Welt aus lauter bunten Katzenvidios besteht oder eben komplett bedrohlich.
00:31:48: Das hilft total um die Situation einzuordnen.
00:31:51: Was ist Spekulation, wo ist Vorsorge und was ist am Ende auch Panik?
00:31:55: Also wieder miteinander als Sicherheitsfaktor.
00:31:58: Das ist eine kleine Geheimwaffe!
00:32:01: Aber meine volle Überzeugung der stabile Stadtgesellschaft ist einfach krisenfester.
00:32:06: wenn sich Menschen und wenn sie sich vertrauen, informieren und gegenseitig unterstützen dann sind wir einfach weniger anfällig für Panik, Desinformationen und große Irritation.
00:32:17: Deshalb hängen auch Sicherheit und Zusammenhalt so dicht zusammen.
00:32:21: aus meinem Verständnis.
00:32:23: wer allein ist fühlt sich schneller ausgeliefert und wer eingebunden ist der hat Ansprechpartner Orientierung und Unterstützung in solchen Situationen.
00:32:32: Wenn du das jetzt auf Springe runterbrechen würdest Wo wären da deine wichtigsten Ansatzpunkte?
00:32:40: Ja, also erstens werden da mal so Angsträume, die wir einfach ernst nehmen müssen.
00:32:46: Sondern genau anschauen.
00:32:48: Das haben wir vorhin schon gesagt.
00:32:49: Night walks und Hinweise sammeln Und Möglichkeiten im kommunalen Raum überprüfen welche Beleuchtung Passt oder passt nicht, Sichtachsen prüfen.
00:33:00: Rückschnitt von Grüngut also von wachsende Gehölz sagt man.
00:33:06: Wo laufen die Wege lang und wie sieht es auch an Bahnhöfen aus?
00:33:11: Und auch im Schulunfeld ist natürlich das Thema Sicherheitsräume auch total relevant.
00:33:18: Zweitens das Thema Verkehrssicherheit verbessern Markierungen, Querungen, Schulwege, Radwege und Barrierefreiheit.
00:33:26: Manchmal sind es ganz kleine Dinge die auch total viel ausmachen aber da eine Aufmerksamkeit drauf zu haben wäre total wichtig.
00:33:34: Drittens dann die präventiven Einheiten gut vernetzen und damit Präventionsarbeit vernetzt angehen mit Polizeiverwaltung Jugendarbeit Gleichstellung Sozialarbeit Schulenverein.
00:33:47: Die sollten einen regelmäßigen Austausch über die aktuellen Entwicklungen machen, was das Thema Sicherheit jeweils gerade aus deren Perspektive akut betrifft.
00:33:59: Viertens Bürgerinnen und Bürgern stärken das Heimwegtelefon und so andere SOS-Geschichten.
00:34:06: Es gibt auch so ein Kennst du des Felix?
00:34:08: Das Notfallsignal.
00:34:09: Achtung Ich bin in einer Situation, aus der ich mich nicht selber befreien kann.
00:34:14: Nee
00:34:16: Wenn dir jemand dieses Handzeichen Macht hat jemand ein ernsthaftes Problem.
00:34:21: Doch das hab ich tatsächlich schon mal ...
00:34:23: Genau!
00:34:24: Jetzt, wo wir mit Bild da sind... Wo wir
00:34:25: mit Bilder sind?
00:34:26: Genau, das lohnt sich auch dafür.
00:34:31: und eben die Frage dazu wäre immer ist Luisa da?
00:34:36: wenn jemand dich fragt ob luisa da ist sagst du nicht ich kenn keine luisa sondern dann sagst Du ja kleinen Moment ich nehme Dich mit Ich bringe Dich zu ihr um dann diese Situation für die Person aufzu Räumen.
00:34:47: Das heißt, Zivilcourage fördern und im Zweifelsfall auch Selbstbehauptungsangebote tatsächlich anzubieten nicht nur für Kinder sondern auch später kann man das sicherlich nochmal gebrauchen Und um alle fünf Finger der Hand zu bedienen die Notfallversorgung verständlich kommunizieren.
00:35:09: Also in welchem Ort gibt es ein Notfallkonzept?
00:35:12: Wo gibt's keinen?
00:35:13: Was sollte jeder Haushalt wissen, wo finde ich Checklisten?
00:35:15: Und was gilt auch in meinem Ortsteil?
00:35:17: und an wen wende ich mich.
00:35:19: Also
00:35:20: letztendlich sind das viele kleine und mittlere Stellschrauben und es gibt da keine große Wunder-Lösung.
00:35:28: Ich sehe das so Wenn jemand glaubt, es gibt eine große Wunterlösung bin ich total interessiert und absolut gespannt wie das auf das Thema Sicherheit wirken kann.
00:35:39: für mich Ist es nicht eine einzelne Maßnahme, wenn ich jetzt überlegen würde?
00:35:44: Dass auch nicht nur Hundertschaft an Polizei in der Stadt springe.
00:35:46: Fühlt sich nicht gleich besser an.
00:35:48: Sicherheit entsteht aus meiner Sicht durch viele gute Entscheidungen die gemeinsam so wirken dass das Gefühl ein besseres wird.
00:35:56: Ja was ist denn dein persönlicher Kernsatz zum Thema Sicherheit?
00:36:02: nun ja komplett wichtig ist.
00:36:03: Sicherheit ist Ein Grundbedürfnis.
00:36:05: wenn wir uns nicht sicher fühlen leidet unsere Lebensqualität Und niemand sollte sich in Stringe unsicher fühlen müssen.
00:36:14: Auch wenn es absolute Sicherheit niemals gibt, das wäre auch unehrlich.
00:36:19: aber wir können ganz schön viel tun!
00:36:20: Wir können gut beleuchten, sichere Wege haben aufmerksame Nachbarn eine starke Feuerwehr und einfach einen guten Zusammenhalt zwischen allen Initiativen und Initiatoren rund um das Thema Sicherheit.
00:36:35: Für alle ist wichtig, Sicherheit ist nicht nur ne Aufgabe immer der anderen, sondern sie entsteht dadurch wie wir jeweils miteinander umgehen.
00:36:43: Wie wir uns jeden Tag begegnet und dafür sorgen fühlt sich die Person im Umgang mit mir heute gut und sicher oder sorge ich sogar dafür dass es sich nicht gut fühlt.
00:36:53: Was wäre denn die eine Sache die jetzt Zuhörerinnen und Zuhöhre nach dieser Folge zum Thema Sicherheit mitnehmen sollten?
00:37:01: Du weißt ja mit so einer Sache tue ich mich nicht so richtig leid.
00:37:03: Felix tut mir Leid.
00:37:05: aber ganz kurz und knapp wär's hingucken und zwar nicht ängstlich, sondern aufmerksam.
00:37:12: Wenn bestimmte Dinge nicht intakt sind, wenn Zebra Streifen nicht sichtbar ist – melden!
00:37:17: Gibt's auch der Stadt Meldeportal?
00:37:19: Dann kümmert sich jemand darum.
00:37:22: Und vor allem lasst uns über Sicherheit so sprechen dass wir dabei handlungsfähig bleiben.
00:37:27: das wird es nicht kleinreden, nicht dramatisieren aber hinschauen einordnen und zusammen besser machen.
00:37:34: Denn ne sichere Stadt ist nicht nur eine mit weniger Kriminalität, ne sicheres Stadt ist auch eine Stadt in der sich Menschen gegenseitig gesehen fühlen.
00:37:43: Alle Wege nutzen können Hilfe finden und wissen.
00:37:47: hier bin ich nicht allein.
00:37:50: Peter, ich glaube das ist eine super spannende Folge in der es sich auf jeden Fall auch mal lohnt in die Show Notes zu gucken.
00:37:57: Da werden spannende Dinge verlinkt, die zum Thema Sicherheit dann noch beitragen können.
00:38:03: Vielen Dank.
00:38:03: Sollen wir
00:38:03: die noch mal auflisten, was in den Shownutz zu finden ist?
00:38:07: Das kannst du gerne tun!
00:38:09: Also wir wollten ganz gern den Link oder die Nummer des Heimwegtelefons, die kann sich dann jeder einmal abspeichern... Die Checklisten für Notfälle, der Link zur Stadt springe, wo kann ich eigentlich melden wenn irgendwas kaputt ist?
00:38:24: und dann gucken wir mal ob wir auch die Frauenberatung könnten, wenn wir nochmal vernetzen oder Polizei ist vielleicht auch ganz einfach können wir trotzdem einfach machen.
00:38:33: Vielen Dank, Felix für das spannende Gespräch.
00:38:35: Ich danke dir auch.
00:38:36: Bleib sicher!
00:38:37: Gleichfalls bis zum nächsten Mal.
00:38:39: Bis zum nächsten
00:38:55: mal.
00:39:02: Eurer Bürgermeisterkandidatin, Host Felix Berndt, Produktion Cedric Muschkit und Franziska Kiewel.
00:39:12: Wir verabschieden
00:39:13: uns bis zum nächsten Mal auf einen neuen Kaffee!
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