Folge 9: Bildung ist mehr als Schule
Shownotes
Wenn es um Bildung geht, denken viele zuerst an Schulen: Gebäude, Ausstattung, Ganztag, Sanierung und Unterricht. In dieser Folge weitet Petra den Blick. Sie macht deutlich: Als Kommune kann man Schule nicht neu erfinden – aber man kann viel dafür tun, dass Bildung in einer Stadt ernst genommen wird. Dazu gehören gute Schulgebäude und verlässliche Rahmenbedingungen, aber auch Vereine, Feuerwehr, Bücherei, Jugendarbeit, Unternehmen, Kultur, Ehrenamt und Familien. Felix und Petra sprechen darüber, warum gute Noten wichtig sein können, aber nicht alles über einen Menschen aussagen. Kinder sollten entdecken können, was sie können, wie sie mit anderen zusammenarbeiten und wie sie erleben: Ich kann etwas bewegen. Ein Schwerpunkt der Folge ist Medienkompetenz. Künstliche Intelligenz, Social Media, TikTok, Aufmerksamkeit und Smartphone-Nutzung verändern Lernen und Alltag – nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für alle Generationen. Petra plädiert dafür, Technik weder blind zu verteufeln noch ihr Entscheidungen vollständig zu überlassen. Entscheidend ist: digitale Werkzeuge kompetent nutzen – und mit menschlichem Urteilsvermögen entscheiden. Hier der Link zum in der Folge genannten "Handy Experiment" des ORF: https://on.orf.at/video/14290303/dok-1-drei-wochen-handy-entzug-das-experiment Für Springe beschreibt Petra drei zentrale Ansätze: gute Rahmenbedingungen für Schulen, stärkere Vernetzung der Bildungsorte und mehr Chancengerechtigkeit. Bildung soll nicht davon abhängen, ob Eltern besonders gut informiert sind oder die richtigen Kontakte haben. Am Ende steht ein Bild, das Petra für Kinder – und eigentlich für alle Menschen – wichtig findet: Wurzeln und Flügel. Wurzeln bedeuten Zugehörigkeit, Sicherheit und gesehen werden. Flügel bedeuten ausprobieren, wachsen, größer denken und erleben, dass man etwas bewegen kann.
Transkript anzeigen
00:00:02: Offen, ehrlich und ein bisschen cake!
00:00:05: Auf einen
00:00:05: Kaffee mit Petra.
00:00:06: Der Podcast über die Themen unserer Stadt.
00:00:10: Wenn wir über Bildung sprechen denken viele zuerst
00:00:13: an Schule Klassenräume Gebäude
00:00:16: Ganztag Ausstattung vielleicht auch Noten Aber Bildung ist größer.
00:00:21: In dieser Folge
00:00:22: sprechen Felix und Petra darüber
00:00:24: was Kinder- und Jugendliche heute eigentlich
00:00:26: brauchen um gut in die Zukunft zu gehen.
00:00:29: Natürlich geht es auch um Schule und gute Rahmenbedingungen aber eben nicht nur.
00:00:34: Es geht um Selbstwirksamkeit, um Stärken, um Teamwork,
00:00:37: um Medienkompetenz
00:00:38: und künstliche Intelligenz.
00:00:40: Es geht darum, warum Kinder mehr brauchen
00:00:42: als gute Noten – und warum auch Erwachsene nie aufhören zu lernen!
00:00:47: Petra nimmt uns mit in ihren Blickaufsprünge als Bildungslandschaft Mit Schulen, Vereinen Feuerwehr
00:00:53: Bücherei
00:00:54: Unternehmen Kultur Ehrenamt
00:00:56: Und Menschen die ihr Wissen weitergeben können.
00:00:59: Ein Folge für alle,
00:01:00: die sich fragen Was müssen
00:01:02: Kinder heute wirklich lernen?
00:01:04: Wie schaffen wir mehr Bildungschancen?
00:01:06: Und wie wird Erspringer eine Stadt in den Menschenwurzeln schlagen und Flüge überkommen.
00:01:11: Viel Spaß
00:01:11: bei der neuen Folge von
00:01:13: Auf ein Kaffee mit Petra!
00:01:16: Hallo, Petra heute treffen wir uns hier wieder auf einen Kaffeesund ich freue mich schon auf die Folge, die wir heute aufnehmen.
00:01:22: Wie geht es dir?
00:01:23: Hi Felix danke mir geht's gut.
00:01:24: Ich freu mich auch.
00:01:25: Der Sommer kommt und Wir haben spannendes Thema vor uns.
00:01:28: Auf jeden Fall Heute sprechen wir über Bildung.
00:01:31: Das ist ein Riesenthema.
00:01:33: Wenn man in Springer darauf schaut, dann denkt man schnell an Schulen, Gebäude, Sanierung, Ganztag, Ausstattung... Aber du möchtest heute bewusst weitergucken!
00:01:44: Warum?
00:01:46: Ja Bildung ist so mein Leidenschafts- oder eins meiner Leidenschaftsthemen und Bildung findet natürlich in Schule statt aber eben auch nicht nur dort.
00:01:55: Schule ist dafür ein ganz wichtiger Ort, aber als Kommune haben wir, was das Thema Schule betrifft die Verantwortung dafür dass die Schulgebäude da sind.
00:02:05: Dass der Ausstattung passt, dass die Rahmenbedingungen vor Ort gut sind Das ist Räume gibt in die es nicht reinregnet und in den Lernen überhaupt gut möglich ist.
00:02:14: Und die Frage wie Unterricht aber so didaktisch d.h.
00:02:17: das was tatsächlich gelernt wird In der Schule Welche Fächer wie unterrichtet werden?
00:02:23: Das ist im Kern tatsächlich nichts was auf der Kommune zu beeinflussen ist sondern Ländersache.
00:02:29: Und deshalb möchte ich ja trotzdem das Thema Bildung, weil es mir am Herzen liegt, trotzdem gerne verfolgen und muss aber klar sagen als Bürgermeisterin kann ich die Schule nicht neu erfinden!
00:02:43: Aber wir können natürlich durchaus dafür sorgen dass Bildung in unserer Stadt ernst genommen wird.
00:02:48: Das heißt, dass gute Räume entstehen dass unsere Angebote gut vernetzt werden und unsere jugendlichen niedrigschwelligen Zugang zu Erfahrungen bekommen, die eben stark machen auch abseits der Schule.
00:03:02: Also in Anführungsstrichen ich verspreche jetzt die perfekte Schule sondern was kann eine Stadt beitragen?
00:03:12: Genau also ich kann definitiv nicht die perfette Schule versprechen Und trotzdem können wir als Stadt vielleicht mehr tun, als man auf den ersten Dick denkt.
00:03:23: Wir haben als Kommune Grundschulen und weiterführende Schulen – die müssen wir natürlich von den Räumlichkeiten her in Stand halten – aber Bildung passiert ja auch wenn man die Schule verlassen hat.
00:03:35: Also wir lernen für das Leben nicht nur in der Schule Gott sei Dank sondern auch in Vereinen, in der Jugendarbeit oder in der Bücherei dadurch dass wir Musik machen, Sport, dass wir bei der Feuerwehr sind an Kultur teilhaben, uns in Ehrenamt suchen.
00:03:51: Innerhalb der Familien lernen wir natürlich auch unglaublich viel und auch in der Zusammenarbeit mit Unternehmen wie wir die so erleben.
00:03:58: All das ist aus meiner Sicht Bildungslandschaft und die spannende Frage für mich ist Wie verbinden diese Orte gut miteinander?
00:04:08: Wenn wir mal ganz grundsätzlich anfangen was sollten Kinder heute eigentlich überhaupt lernen?
00:04:15: Das würde mich total interessieren, was da die Zuhörerinnen und Zuhörer nachher am Ende der Folge sagen.
00:04:19: Ob wir an alles gedacht haben hier in unserer Folge oder ob da noch etwas anderes ist?
00:04:23: Ich glaube das Feld ist relativ weit aber vollkommen klar.
00:04:27: natürlich brauchen Kinder Kompetenzen wie Lesen schreiben rechnen und sie brauchen Wissen über Geschichte.
00:04:34: Das ist gerade auch zum Thema Demokratie brauchen.
00:04:38: Sie wissen es hängt ganz unmittelbar miteinander zusammen.
00:04:40: Sie brauchen Wissens über Natur und Technik.
00:04:43: Aber als Schulfächer reicht das alleine aus meiner Sicht eben nicht mehr, sondern Kinder sollten lernen.
00:04:49: wer bin ich eigentlich?
00:04:50: Was kann ich eigentlich wie finde ich auch heraus was stimmt oder was stimmt nicht.
00:04:55: Was gibt es für verschiedene Meinungen und ganz essenziell aus meiner Sicht Wie arbeite ich eigentlich mit anderen zusammen?
00:05:02: Wie gehe ich mit Konflikten um?
00:05:04: Wie bleibe ich neugierig wenn's auch mal schwierig wird und herausfordernd?
00:05:08: Und für mich ist da so ein ganz zentraler Begriff, das Thema Selbstwirksamkeit.
00:05:12: Also Kinder sollten erleben können... ich kann was bewegen!
00:05:17: Ich bin nicht nur Zuschauerin oder Zuschauer in dieser Welt sondern erstens bin ich Pilotin im eigenen Leben oder Pilot und ganz wichtig auch Teil einer Gemeinschaft.
00:05:27: Ich kann Dinge verstehen ausprobieren und verbessern und ganz besonders
00:05:33: gut
00:05:34: wird das für Kinder aber auch für alle die mal Kinder waren zu lernen, gemeinsam mit anderen kann ich einfach noch mehr bewegen als man für sich ganz alleine hinbekommt.
00:05:45: Das klingt erst mal nach einem ganz anderen Bildungsbegriff als nur gute Noten?
00:05:51: Ja da hängen wir so gerne ein bisschen dran.
00:05:53: Gute Noten das gab früher manchmal ein bisschen Geld dafür wenn man ein gutes Zeugnis hatte.
00:05:59: und vollkommen klar gute Notenkönnen.
00:06:01: Türen öffnen gar keine Frage.
00:06:03: aber die sagen ja nicht alles darüber aus was ein Menschen ausmacht.
00:06:07: Ist der mutig, ist der kooperationsfähig kreativ?
00:06:12: Ist das jemand, der zuverlässig ist oder lösungsorientiert?
00:06:15: und ich weiß gar nicht mehr aus welchem Land ich einen Gedanken mal mitgenommen habe oder gehört habe.
00:06:23: Der Gedanke lautet jeder Mensch kann etwas besser und zwar irgendetwas kann er besser als zehntausend andere Menschen.
00:06:30: Und das finde ich so ein ganz schönes Bild wären dreißigtausend Einwohner in Springer.
00:06:34: Das heißt Drei gehören jetzt gleiche Themen der besten Fähigkeiten für ein besonderes Thema.
00:06:41: Aber heißt auch, dass jedes Kind und jeder Mensch seine Stärken hat.
00:06:45: Und aus meiner Sicht sollte Bildung Kindern helfen diese Stärkung zu entdecken nicht erst mit vierzig oder da drüber sondern einfach möglichst früh.
00:06:54: Hast du dafür vielleicht ein Beispiel?
00:06:57: Es gibt ja Kinder, die haben ganz unterschiedliche Talente.
00:07:00: Wenn man aufmerksam als sich die Freundesgruppe seiner Kinder anguckt, manche Kinder erkennen die Stimmung in der Gruppe total schnell.
00:07:08: Andere können Dinge gut erklären, die sie verstanden haben.
00:07:11: andere bauen aus Brettern und Seilen Die verrücktesten Kunstwerke oder Spielzeuge.
00:07:17: Andre können gut strukturieren oder zuhören Trösten.
00:07:20: Man kann auch gut rechnen oder Geschichten erzählen.
00:07:25: In der Schule werden die Kinder allerdings immer gern an dem gemessen, wo sie auch nicht so gut sind oder da fällt es eben auf.
00:07:31: Weil die Note keine Gut ist und dann verlieren wir doch eine ganze Menge Potenzial Wenn wir uns nicht angucken was man wirklich gut kann nur weil's kein Schulfach isst.
00:07:40: ich habe damals von einem Fußballspieler Der heute Weltfußballer glaube ich war Ich glaube es war Ronaldo.
00:07:46: ich bin mir nicht ganz sicher Er soll in seiner Jugend so mittelmäßig in Tennis gewesen sein Und richtig gut im Fußball.
00:07:52: Auf unser Schulsystem übertragen Hätten wir dem langen Nachhilfe im Tennis gegeben.
00:07:57: Aber man hat ihn Fußball spielen lassen und damit ist er ganz erfolgreich durch die Welt gegangen.
00:08:02: Ja, das klingt ja eigentlich wie ein Gegenentwurf zu dem, wie Schule oft so wahrgenommen wird immer auf die Lücke und die Schauung nicht auf die Stärken.
00:08:11: aber Stärkungen entfalten sich selten allein besprichst in den Zusammenhang oft von Zusammenarbeit.
00:08:19: Warum ist Teamwork für dich so zentral?
00:08:24: Weil ich einfach überzeugt bin, die Welt in der unsere Kinder leben wird nicht einfacher.
00:08:30: Lösungen aus den letzten fünfzig Jahren helfen nicht um die Herausforderung von heute souverän zu meistern.
00:08:37: das heißt Klimaschutz, Digitalisierung Fachkräftemangel und auch soziale Fragen und Demokratie.
00:08:44: Das sind Herausforderungen die zu lösen sind und zwar nicht mit alten Modellen mit fertigen Lösungen Und das kann man aus meiner Sicht einfach nicht allein.
00:08:53: Dafür brauchen wir Menschen, die mit anderen zusammen denken können und auch ausprobieren können.
00:08:58: dabei heißt Teamwork eben nicht alle machen irgendwie gleichzeitig was und am Ende war es irgendwie nett und ist alles super sondern gutes Teamwork heißt ich kenne meine Stärke Ich weiß was ich kann und noch viel wichtiger ich respektiere dass andere in etwas anderem ziemlich stark sind und ich kann die Verantwortung dafür übernehmen und kann auch aushalten dass jemand anders etwas besser kann als ich und das wir zusammen im Team aber ein besseres Ergebnis zusammenbringen, als jede und jeder Einzelne ansonsten geschaffen hätte.
00:09:28: Und ich denke es ist bei den Herausforderungen die vor unseren Kindern liegen ein echt ganz großes Thema.
00:09:33: Also absolut ein Gegenmodell zum Einzelkämpfer tun?
00:09:40: Ja natürlich auch ein Gegen-Modell zu dem Gefühl Ich muss alles alleine können!
00:09:44: Denn das macht Menschen ja bisschen überfordert an der einen oder anderen Stelle uns als Erwachsene alle mal.
00:09:52: Es gibt ganz schön viele Informationen, viele Dinge die man heute können könnte und manchmal kann man das gar nicht alles und denkt sich im Müstig vielleicht.
00:09:58: und es geht natürlich Kindern genauso.
00:10:02: aber wenn Kinder erleben dass Zusammenarbeit Spaß macht und Ergebnisse besser werden dann lernen sie was fürs Leben wir als Erwachsen hoffentlich auch.
00:10:09: also niemals aufhören diese Erfahrungen auch selber zusammen.
00:10:12: was wir so von unseren Kindern lernen können ist ja auch eine total spannende Reise finde ich.
00:10:20: Und dieses Lernen passiert in Schule und im Sportverein, aber auch in der Jugendfeuerwehr oder im Chor bei Projekten in der Nachbarschaft wenn man sich gegenseitig hilft, wenn einer verletzt ist oder einfach in die Jahre gekommen ist und bestimmte Dinge nicht mehr so gut tun kann.
00:10:35: Da sehe ich halt viele Möglichkeiten für uns als Kommune.
00:10:40: wie bringen wir die Kinder und diese Orte, an denen man diese Selbstwirksamkeit erleben kann besser zusammen.
00:10:47: Wir sorgen dafür, dass nicht nur die Kinder diese Angebote erreichen wo die Eltern immer besonders gut informiert sind und sagen Mensch guck doch da mal vorbei oder informiere dich hier melde dich dort.
00:10:58: das muss ganz niedrige Schwellen geben aus meiner Sicht.
00:11:01: Ja ja wo du gerade die Eltern erwähnst ist ja ein Punkt der mich jetzt auch betrifft.
00:11:05: mittlerweile von den Angeboten.
00:11:10: die von denen du so sprichst Die kommen ja nicht automatisch bei allen Kindern an.
00:11:14: Manche Familien wissen genau wo sie anrufen müssen, andere nicht.
00:11:18: Meist das im Klartext letztendlich Bildungschancen hängen und springen immer noch stark davon ab in welche Familie man hineingeboren wird?
00:11:30: Ja,
00:11:31: die gute Nachricht ist nicht nur in Springe.
00:11:33: Aber definitiv ist es so.
00:11:35: In Deutschland hängt Bildungserfolg immer noch stärker als in vielen anderen Ländern davon ab welche Ressourcen das Elternhaus mitbringt – ob es Zeit ist, Geld, Umgang mit Sprache ... Die passenden Netzwerke in bestimmten Situationen wissen auch über das Bildungssystem oder einen Zugang zu Förderungen.
00:11:55: und wenn Bildungsschancen stark vom Elternhaus abhängen Frage ich mich als Bürgermeisterin, was kann eine Stadt dann besonders gut tun?
00:12:03: Wir könnten besonders gut hinschauen.
00:12:06: Wo können wir Stellen senken und wo können die Angebote so gestalten dass sie wirklich bei allen Kindern die Chance haben anzukommen?
00:12:15: Was heißt das für Springe konkret?
00:12:19: Für mich heißt das Bildung darf nicht ein reines Schultema sein, sondern wir müssen es als Aufgabe einer Stadtgesellschaft betrachten.
00:12:26: und da gehören ganz viele Angebote zu von Institutionen.
00:12:30: Aber natürlich auch das was im einfachen Miteinander von Menschen in Springe passiert.
00:12:36: also was für Angebote gibt's?
00:12:37: gute Ganztagsangebote für die Schule?
00:12:40: Da gibts jetzt auch den Anspruch auf Ganztag ab gute Ferienangebote, erreichbare Vereinsangebote für alle sichere Wege zu diesen Angeboten.
00:12:58: Orte für Jugendliche wo sie miteinander in den Austausch kommen können aber auch natürlich Leseförderung oder Medienkompetenz, Kooperationen mit Unternehmen ehrenamtlichen, Kultur und Sport.
00:13:11: Und aus meiner Sicht sollten wir für bestimmte Programme schulübergreifend denken, denn manche Themen betreffen alle Kinder und Jugendlichen.
00:13:19: Sei das digitale Medien, künstliche Intelligenz, Demokratie, Nachhaltigkeit aber auch Selbstbehauptung, Berufsorientierung oder auch mentale Gesundheit.
00:13:29: da muss ja nicht jede Schule jeder Verein und jede Einrichtung das Rad ganz neu erfinden.
00:13:33: dann müssen wir glaube ich gut zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass da ein Zugang für alle da ist.
00:13:39: Ja das passt ja ganz gut zu deinen Grundgedanken vernetzen statt in dem einander herarbeiten.
00:13:45: Da hast du vollkommen recht.
00:13:46: genau es gibt in Stringe wirklich so viel Know-how und soviel Angebot und die große Frage ist da wie machen wir das sichtbar und tatsächlich nutzbar für alle?
00:13:55: Wir hatten im Vorfeld überlegt was in diese Folge alles auch mit rein soll Auch natürlich die künstliche Intelligenz angesprochen.
00:14:05: Warum gehört deiner Meinung KI in eine Bildungsfolge?
00:14:11: Ja, weil KI einfach nicht irgendwann kommt, sondern die ist da!
00:14:15: Unsere Kinder und Jugendlichen wachsen damit auf und werden ganz intensiv damit konfrontiert sein wie sie die Berufe, die sie später mal wahrnehmen werden auch tatsächlich beeinflussen.
00:14:25: Da ist im Moment so viel im Wandel Und für Erwachsene ist es auch total wichtig.
00:14:30: Ich stehe ja immer für das Thema lebenslanges Lernen, weil dieses abgeschlossene Nach der Schule mit dem Thema Lernen gibt es heute weniger denn je und Erwachsenen lernen dabei ein bisschen unsicherer vielleicht und da kann so eine Generation übergreifendes draufschauen auch gut sein.
00:14:48: Also ich persönlich arbeite total gerne mit KI und die kann beeindruckend viel, bestimmte Dinge können sie aber auch nicht.
00:14:55: Sie kann total schnell sortieren, vergleichen, formulieren, Muster erkennen und nach bestimmten Regeln entscheiden.
00:15:01: das total hilfreich, aber das ersetzt natürlich am Ende menschliches Urteilsvermögen
00:15:06: nicht.
00:15:07: Was meinst du genau mit urteils Vermögen in dem Fall?
00:15:11: Ja, das Thema Augenmaß und Zusammenhangherstellen.
00:15:15: Wann muss eigentlich eine Entscheidung getroffen werden?
00:15:18: Und dafür dann auch Verantwortung zu übernehmen.
00:15:21: Das heißt die Fähigkeit nicht einfach nur zu fragen was sagt eigentlich die Regel sondern auch ein bisschen was ist hier angemessen?
00:15:28: Ich habe es noch nicht in einem anderen Podcast gehört ich weiß tatsächlich nicht mehr in welchem aber kein eigenes Beispiel will ich nur zum Ausdruck bringen.
00:15:35: da gab's ein Beispiel aus dem Kontext Fußball Wo jemand sagte, da gab es dann ein Spiel mit Assistenzsystemen.
00:15:43: Und KI wurde das betreut,
00:15:45: d.h.,
00:15:45: die Schiedsrichter und Linienrichter hatten quasi Unterstützung durch Systeme.
00:15:51: Dann ist ein sechzehnjähriger Spieler in seinem ersten Bundesligaspiel im Einsatz und ist total übermotiviert, wird überhaupt nicht bösartig unterwegs aber steigt einfach relativ radikal ein.
00:16:04: Die Szene, so sagt die KI, ist ganz eindeutig.
00:16:07: Das ist eine rote Karte.
00:16:09: Bei jedem Schiedsrichter wünscht man sich, dass der sagt Junge ruhig mit den jungen Pferden bremst mal ein bisschen und ist jetzt gerade nur ne gelbe genießt sein Spiel weiter aber sei ein bisschen vorsichtiger.
00:16:19: das sind so die Punkte, die ich meine Und das kennen wir sicherlich alle in verschiedenen Situationen wo man nicht ganz hart eine Regel anwendet.
00:16:28: Naja also das mit der Überwachung im Fußball Künstliche Intelligenz hat da ja schon auch sehr Einzug gehalten und die Schiedsrichter gucken alle naselang auf irgendwelche Displays.
00:16:41: Aber klar, KI kann also helfen, Entscheidungen zu finden aber die letztliche Entscheidung bleibt oder sollte im Grunde menschlich bleiben.
00:16:53: Ich finde dafür sollten wir uns alle einsetzen, genau das zu tun und uns nicht ganz knallhart auf eine KI zu verlassen.
00:16:58: Und deshalb müssen wir lernen damit umzugehen.
00:17:00: Wir unsere Kinder natürlich auch also die digitalen Werkzeuge kompetent zu nutzen aber mit menschlicher Kompetenz zu entscheiden.
00:17:08: alles klar passt das so wie die KI mir das vorschlägt?
00:17:12: Also wenn man heute Eins-zu-Eins Entscheidungen von einer KI umsetzt glaube ich verpasst man ziemlich viele Chancen auf ein gutes Miteinander.
00:17:20: Also da gehört zum einen natürlich zu, dass man Fragen stellt und Quellen prüft und Dinge einordnet aber eben auch abwägt und sagt okay der Spieler ist sechzehn dem geben wir trotzdem noch eine zweite Chance und dafür dann nachher auch Verantwortung zu übernehmen.
00:17:33: aus meiner Sicht muss das ineinander passen denn ich glaube dass die Zukunft nicht den Menschen gehört die gegen KI arbeiten oder das auch einfach ignorieren und sagen naja Damit will ich nichts zu tun haben.
00:17:45: Sie hat einfach viel zu sehr Einfluss schon in unserem Leben genommen und das wird sie weiterhin tun, dafür ist sie in vielen Dingen einfach viel too schnell und auch dauerhaft sicherlich da unersetzlig aber auch nicht eben alles blind an die KI abzugeben sondern die Welt wird denen gehören, die verstehen was kann die Technik gut?
00:18:05: Und was müssen Menschen gut können damit es ein lebenswertes Miteinander wird zwischen KI und unserem Alltag.
00:18:13: Ja,
00:18:13: aber gerade diese menschlichen Kompetenzen also Urteilen einordnen, fokussieren die stehen ja grade ziemlich unter Druck.
00:18:23: viele Eltern beobachten zu Hause zum Beispiel dass die Kinder scrollen springen von Inhalt zur Inhalt und kommen nur noch schwer zur Ruhe.
00:18:32: ist Aufmerksamkeit möglicherweise das zentrale Thema unserer Zeit?
00:18:38: Ja, das sagen wir so häufig und ich habe mich dabei auch ertappt weiß nicht wie es dir geht.
00:18:44: Aber ich würde meine neue Perspektive versuchen und vorsichtig sein damit der Einschätzung denn Wir merken alle glaube ich dass so ganz kurze Inhalte in Filmen schnelle Schnitte Und und auch ständig was los Was mit uns machen und wir uns da aber auch gut dran gewöhnt haben.
00:19:03: und das heißt Ich würde mich fragen ist eigentlich tatsächlich unsere Aufmerksamkeitsspanne kürzer geworden?
00:19:09: oder verarbeiten wir in kürzerer Zeit die gleichen Informationsmengen wie früher eben auch und das Gehirn ist einfach ein bisschen schneller erschöpft, weil die Informationen uns einfach schneller reinrauschen, dass unser Gehirne neu sortieren muss.
00:19:23: Es gibt von jemandem mit Bezug auf die New York Times so eine zugespitzte Aussage, dass in einer normalen Wochentagsausgabe der New York times so viel Information stehen wie im siebzehnten Jahrhundert ein Landwirt in seinem ganzen Leben verarbeiten musste.
00:19:41: So, nun lesen wir nicht jeden Tag die gesamte New York Times das vollkommen klar.
00:19:45: aber wer auf Social Media oder wo auch immer unterwegs ist, der erlebt das ja schon dass eine Information heute viel schneller erreichen und natürlich in irgendeiner Form auch vom Gehirn verarbeitet werden müssen.
00:20:00: Das betrifft eben nicht nur die Jugendlichen heutzutage?
00:20:03: Nee überhaupt nicht!
00:20:05: Hast du das Vergnügen gehabt, in letzter Zeit mal eine alte Mediathek zu schauen und einen alten Film anzugucken?
00:20:10: Nee.
00:20:11: Tatsächlich haben wir in letzzer Zeit wenig Zeit zum Fernsehgucken!
00:20:16: Aber ich habe das tatsächlich irgendwann einmal gemacht und habe eine alte Folge der Schwarzwald-Klinik mir angeguckt.
00:20:21: Und dann merkt man ziemlich schnell erstens dass das Bild es wird viel geraucht und mit alten Telefonen telefoniert aber die Einstellungen diesen Filmen sind halt auch immer aus der gleichen Perspektive gefilmt und es geht relativ langsam in der Handlung voran.
00:20:36: Und wenig Perspektivwechsel sind da drin, das finden wir als Erwachsenen wenn wir das heute sehen auch ein bisschen zähn.
00:20:42: Das heißt wir haben uns auch eine andere Geschwindigkeit an Informationsaufnahme eigentlich Alle gewöhnt.
00:20:48: Und ich glaube, es ist einfach zu ... Wir machen's uns zu einfach, wenn wir nur auf die Jugendlichen zeigen.
00:20:53: Denn wir Erwachsenen hängen ja ganz genau so am Handy.
00:20:55: Wir scrollen da auch durch und fühlen jede Wartezeit.
00:20:58: Manchmal ist das leichter zu sagen, ach, ich schnapp mir mein Smartphone und gucke mal was da los ist als alles klar.
00:21:04: Ich geh raus- und komm in Kontakt mit anderen.
00:21:08: Ja, ich find das immer spannend beim Zugfahren.
00:21:10: Wenn man sich umguckt, fragt man sich teilweise, was haben die Menschen früher gemacht?
00:21:15: Da hat man aus dem Fenster geguckt oder sich möglicherweise unterhalten, solche verrückten Sachen.
00:21:20: Ja und so ein Walkman war ziemlich verpönt wenn man was auf den Ohren hatte.
00:21:23: ne?
00:21:25: Du hattest mal den Vergleich Leute gucken im Café erwähnt in Zusammenhang mit diesem Thema.
00:21:34: ja ich habe es überlegt was hat man denn früher so gemacht wenn man so ein bisschen lange Weile hatte?
00:21:41: Also im Café sitzen und Leute gucken, das war so eine kleine Hobby.
00:21:44: Ich hab eigentlich nichts gemacht.
00:21:45: Eigentlich habe ich nur im Cafés gesessen und Leute geguckt.
00:21:48: Und das war ja auch quasi so ne Art Fiede.
00:21:50: Da kommen Menschen rein und gehen draußen vorbei.
00:21:54: Da kriegt man kleine Gesprächsfetzen mit.
00:21:56: Man guckt sich an wie sehen die Leute aus?
00:21:58: Wie sind sie gekleidet, wie sind die drauf?
00:22:00: Wie streiten die miteinander?
00:22:01: Wie freuen die sich miteinander?
00:22:04: Das hat man ja auch so wahrgenommen war allerdings eine ganze Ecke echter und man hat da für zwischenwänschliche eine ganze Menge mitgenommen.
00:22:13: Da gab es Raum, da gab's auch mal ne Pause und auch definitiv vielleicht einen Blickkontakt mit den Leuten oder die man da beobachtet hat weil manchmal haben sie zurückbeobachtet was man so tut, was man trinkt Und wenn man Glück hatte, entstand sogar ein Gespräch daraus und heute greifen wir dann einfach schnell zu einem Handy und das ist ein bisschen bequemer.
00:22:32: aber für so'n miteinander Und für einen Austausch gar nicht so gut und so lange Weile wissen wir ja alle, dass sie eigentlich ganz gut dabei hilft ein bisschen kreativ zu werden.
00:22:43: Ja das ist richtig!
00:22:45: Aber klingt im Grunde Paradox, dass man lange weile letztendlich als Ressource nutzt in einer Welt die alles dafür tut, dass wir uns eigentlich nie langweilen.
00:22:57: Da hast du mal ein Schulprojekt erwähnt, das mich auch neugierig gemacht hat Und zwar, dass Schülerinnen aufschreiben was TikTok ihnen zeigt.
00:23:09: Was hat dich da so daran interessiert?
00:23:12: Zugegebenermaßen habe ich auch das nicht entdeckt als ich im Café saß und Leute geguckt habe, sondern auf das andere Wieberät.
00:23:18: Aber ich fand es ganz cool.
00:23:19: Es war eine neunte Klasse Ich glaube in Schleswig-Holstein.
00:23:21: die sollten tatsächlich acht Stunden, acht Kunststunden lang gucken.
00:23:25: Alles klar, was sehe ich da alles bei TikTok und das in Text übertragen und aufschreien.
00:23:33: Und was macht man da?
00:23:33: Man sieht ein Video und nächstes Video noch eins.
00:23:37: Nach zehn Minuten weiß man eigentlich gar nicht mehr so ganz genau, was man sich alles angeguckt hat.
00:23:42: Die Schüler haben es dann aber gemerkt, was sie sich angegückt haben, weil sie's eben aus der Technik, aus dem Video in Schrift auf den Papier gebracht haben.
00:23:50: Einige haben gesagt ... Ich hab jetzt TikTok erst mal gelöscht, weil ich festgestellt habe, wie viel Burgs das ist.
00:23:56: Andere haben gesagt, na ja, eigentlich weiß man's, ne!
00:24:00: Es sind ganz viele Dinge dabei, die findet man überhaupt nicht spannend und dann scrollt man immer weiter.
00:24:04: Und dann kommt irgendwas... das catcht einen total!
00:24:07: Das findet man inhaltlich interessant und dann skrollt man weiter und da ist wieder ganz viel Mux dabei.
00:24:12: Aber die Kinder sind sich auf jeden Fall ziemlich bewusst geworden dafür wie sie da eigentlich fremdgesteuert werden und gar nicht selbst entscheiden was sie sich für Themen da anschauen und was sie auch tatsächlich beeinflusst in ihrem Alltag.
00:24:27: Und was das auch an Meinungsbildung mit ihnen betreibt, ne?
00:24:32: Also kann man sagen Tiktok und andere Social-Media-Dienste sind nicht per se schlecht.
00:24:40: Sondern man muss eben einfach genau hinschauen, was guckt man sich an und eben nicht in dieses... ...einfach nur Gescrolle verfallen und einen Inhalt nach dem nächsten durchzugucken.
00:24:51: Ich glaube dass genau Im Großen stimmt, dass ich glaube seriöser und souveräner Umgang mit etwas was uns nicht in Gains zu gut tut ist immer besser als es zu verbieten.
00:25:03: Denn es zu verbieten gerade für Kinder und gerade für Teenager sorgt meistens dafür das es nicht weniger attraktiv wird sondern ganz im Gegenteil.
00:25:12: Sondern wir müssen auf irgendeine Art und Weise unter haben wir keine Generationen lang an Erfahrung lernen vernünftig mit den digitalen Inhalten umzugehen und auch verstehen, wie diese Plattform funktionieren.
00:25:29: Die kosten uns unsere Lebenszeit und die füttern wir mit unseren Daten und mit unseren Reaktionen auf alles Mögliche.
00:25:39: Und ich muss verstehen, warum bleibe ich da eigentlich hängen?
00:25:42: Was macht es eigentlich mit mir und wie sehr beeinflusst das mich.
00:25:46: Wie sehr bin ich noch Chefin oder Chef in meinem Leben für das, was ich mir so gestalte und wie viel davon übernimmt tatsächlich eine Technik.
00:25:53: Das ist Medienbildung und die brauchen Kinder aber es hilft alles nichts.
00:25:56: sie brauchen auch Jugendliche und wir erwachsenen alle mal auch denn wir sind damit nicht groß geworden.
00:26:01: Ja absolut!
00:26:03: Genau zu diesem Thema gibt es ja auch spannende Experimente bei den Jugendliche zum Beispiel mehrere Wochen auf ihr Handy verzichten.
00:26:11: Was nimmst du daraus mit?
00:26:15: Ja, ich habe dann eine ganz spannende Dokumentation.
00:26:17: tatsächlich das Handiexperiment gesehen.
00:26:20: vom ORF kann man auf YouTube auch tatsächlich mal gucken und ich fand es total spannend dass es nicht darum gehen muss Smartphones zu verteufeln oder verbieten, das wäre unrealistisch.
00:26:32: Die sind hilfreich und da sieht man ganz gut in der Dokumentation.
00:26:37: zum Thema Erreichbarkeit natürlich, obwohl das nicht immer mit allen Kindern gleichgut klappt nur weil sie ein Handy haben, sind sie noch lange nicht erreichbar.
00:26:44: aber auch beim Thema Navigation und Informationsversorgung mal schnell was nachschauen Fotos machen Kalender Und auch zum Thema Lernen ist es ja durchaus hilfreich.
00:26:56: Aber die große Frage bleibt einfach, beherrsche ich das Gerät oder beherrscht das mich und mein Leben?
00:27:00: Und wie ich da so durch gehe.
00:27:04: Wenn Jugendliche und Erwachsene auch erleben, wie das ist, das Handy mal bewusst wegzulegen erst dann entsteht ja Reflexion und manche merken nicht Schlafe besser, ich kann mich besser unterhalten und erst langweilig vielleicht.
00:27:19: Aber dann passiert irgendwas mit mir und das gilt für uns Erwachsene, genauso wie für die Kinder hier.
00:27:24: ab und zu mal so eine gewohnte Routine zu durchbrechen.
00:27:28: Das ist echt ne Challenge, muss ich mal ausprobieren.
00:27:32: Also Medienkompetenz heißt erstmal nicht nur bedienen
00:27:36: können?
00:27:38: Genau!
00:27:40: können Kinder das ganz oft sehr schnell.
00:27:42: Manche Technik wird ja tatsächlich mit vierjährigen Kindern getestet, damit sie tatsächlich ohne Schrifterkennung möglich ist.
00:27:50: Das heißt es ist ja sehr, sehr intuitiv wie das heute eingerichtet wird die ganzen Betriebssysteme, damit es funktioniert.
00:27:56: Medienkompetenz heißt aus meiner Sicht ich kann entscheiden wann ich ein Gerät nutze und wofür ich das nutze?
00:28:03: Und im besten Fall wenn ich's auch wieder weg lege!
00:28:06: Und das ist eine Bildungsaufgabe und zwar für alle Generationen.
00:28:10: Was geht eigentlich besser mit Handy, was geht ohne?
00:28:14: Und wir dürfen damit Familien nicht ganz alleine lassen.
00:28:16: Nicht jeder hat alle Generationen, die unterschiedlich gut damit umgehen können sondern da eine Ebene zu finden wo ob in Schulen und Jugendarbeit aber eben auch für ältere Räume geschaffen werden können um sich darüber auszutauschen was da passiert das wäre mir total wichtig.
00:28:32: Ja
00:28:33: du sagst Bildung betrifft nicht nur Kinder.
00:28:35: Das ist ja richtig.
00:28:37: warum Ist dir lebenslanges Lernen so wichtig?
00:28:42: Weil die Welt sich einfach so schnell verändert, dass keiner sagen kann.
00:28:46: Übrigens ich hab jetzt meinen Meisterbrief.
00:28:47: Ich bin fertig mit Lernen.
00:28:50: Das hat vielleicht vor hundert Jahren noch so ungefähr funktioniert Aber heute ist es einfach so nicht mehr.
00:28:55: das erleben wir denke ich alle.
00:28:57: dafür hat sich in den letzten jahren viel zu viel verändert tatsächlich Um daran vorbeigehen zu können.
00:29:03: also gilt das auch für menschen über fünfzig sechzig oder siebzig.
00:29:07: Und ich sage mal so gerade ganz aktuell beim Thema künstliche Intelligenz, finde ich das total wichtig.
00:29:12: Nicht abzuwarten und skeptisch daneben stehen und sagen ach nee, das finde ich doof!
00:29:16: Das mache ich nicht sondern rechtzeitig erproben.
00:29:19: was kann das eigentlich?
00:29:20: Wo hilft es mir?
00:29:21: Wo sind da die Grenzen?
00:29:22: Wo muss ich aufpassen?
00:29:24: Ich glaube dass lernt man am besten gemeinsam und zwar nicht allein von einem Bildschirm mit dem Gefühl alle anderen könnten das schon, sondern im Austausch Mit Fragen, mit Ausprobieren.
00:29:34: Mit Fehlern.
00:29:35: und unsere Kinder also ich stelle das zumindest fest erkennen KI Bilder sofort.
00:29:40: Ich gucke mir ein Bild an und denke so aha und die sagen alles klar ist sowieso KI Und ich oder auch meine Eltern Erkennen einfach andere Fehler die bei einer KI oder wo auch immer so auftauchen und lernen Mit unseren Kindern gemeinsam Dinge zu hinterfragen die da passieren.
00:29:56: Also ich glaube wir haben so unterschiedliche Talente da schon entwickelt dass auch das gemeinsamen gut geht.
00:30:03: Na ja, klar.
00:30:03: Das klingt absolut menschlich!
00:30:06: Ja, denn Lernen braucht einfach Sicherheit.
00:30:09: Niemand lernt gern wenn er Angst hat dass er sich planiert und einfach ab und zu mal zugeben, etwas auch nicht zu wissen.
00:30:16: Heute kann man viel weniger alles wissen als vielleicht früher weil die Menge an Informationen so unglaublich gewachsen ist und auch wie als Eltern oder Erwachsene.
00:30:26: Wann sind wir eigentlich das letzte Mal in der Straßenkarte losgefahren?
00:30:29: Oder ich konnte früher alle Telefonnummern meiner Schulfreunde auswendig?
00:30:33: Manche davon kann ich bis heute aber da sind sie es trotzdem nicht mehr zu erreichen.
00:30:38: Und wann haben wir eigentlich mal irgendwo rumgesessen, ohne irgendwas zu konsumieren?
00:30:43: Technik also wirklich mal Leute geguckt.
00:30:47: Das heißt nicht dass früher alles besser war aber ich finde es hilft total demütig zu bleiben und zu sagen lass uns lernen auch mit der nächsten Generationen unser Lernen anzupassen denn unsere Kompetenzen müssen sich einfach dauernd weiterentwickeln weil die Welt sich weiter entwickelt.
00:31:03: ja absolut wenn du das jetzt auf Springe und die Ortsteile beziehst Was wäre dein Ansatz als Bürgermeisterin?
00:31:12: Ja, drei Dinge sind immer eine gute Idee.
00:31:14: ne Felix.
00:31:15: Okay machen wir mal drei Dinge draus.
00:31:16: also erstens braucht es natürlich für Bildung dabei sind wir ja auch immer noch im Großen und Ganzen und da fällt uns Schule ein.
00:31:23: Wir brauchen gute Rahmenbedingungen an Schulgebäuden.
00:31:27: die müssen funktionieren Räume prägen lernen und wenn Gebäude sanierungsbedürftig sind.
00:31:33: Und das ist mindestens das OHG, und es sind auch noch weitere Grundschulen die da in den nächsten Jahren einfach an der Sist angepasst werden müssen.
00:31:42: Das muss passieren!
00:31:45: Denn wenn Ausstattung fehlt, wenn die Räume nicht gut geeignet sind, Wege kompliziert werden, dann kostet das Kraft.
00:31:52: und eigentlich soll man in der Schule lernen richtig unter dem durchtropfenden Wasserleck irgendwie zu positionieren und aufpassen nicht reinzutreten.
00:32:03: Zweitens, ja das ist das Thema Vernetzung.
00:32:06: wir haben in Springe ganz viele Menschen, ganz viele Einrichtungen die beitragen können um uns im Leben schlau zu machen, um uns besser zu machen Dinge zu lernen, die die Welt am Laufen halten.
00:32:19: Das sind Schulenvereine, dass es auch die Jugendpflege, die Bücherei oder eine Feuerwehr, Unternehmen, Ehrenamtliche und die Seniorinnen und Senioren.
00:32:30: All die können Wissen weitergeben und auch Wissen von der jungen Generation mitnehmen.
00:32:36: Und ich finde wir sollten diese vielfältigen Angebote so gut zugänglich machen dass sie Orte- und Gemeinschaften werden wo wir alle lernen können und ich meine wirklich alle.
00:32:48: Und dann kommen wir zum dritten Punkt, denn Chancengerechtigkeit ist mir da besonders wichtig.
00:32:52: Die Angebote müssen so gestaltet werden dass nicht nur die Kinder und Menschen von profitieren wo die Eltern oder das Umfeld besonders gut informiert sind.
00:33:01: Das heißt niedrige Schwellen und Zugang zum Lernen und zum auch persönlichen Wachstum finde ich total wichtig.
00:33:12: Hast du da ein konkretes Beispiel?
00:33:16: Ja, man kann gut schulübergreifende Projekte machen zum Thema Medienkompetenz und KI.
00:33:22: Oder wenn wir ein bisschen darüber hinaus schauen... Wir haben die Steuerfachschule Haars hier in Springe!
00:33:28: Und die Steuerfachschule haars lernen Steuerberater wie man die Prüfung.
00:33:32: als Steuerberator besteht das gar nicht so ganz einfach.
00:33:35: Das heißt sie lernen ganz schön viele Dinge.
00:33:37: warum gibt es eigentlich in Springen Kinder?
00:33:41: die nicht wissen, wie man eine Steuererklärung macht wenn sie die Schule verlassen.
00:33:44: Obwohl wir hier so einen coolen Bildungsanbieter haben also da eine gute Idee zu finden Wie kann man das vernetzen miteinander dieses Wissen hier miteinander teilen?
00:33:53: Und das gilt für ganz viele andere Kontexte auch.
00:33:56: Man kann Selbstwirksamkeit nicht nur in der Steuererklärung erleben Sondern auch indem man zusammen was baut oder erforscht oder kocht und auch dafür gibt es ja auch manche Küchen tatsächlich, in denen Gemeinschaftliches Kochen möglich ist.
00:34:11: In Bennixen ist da in der Grundschule ganz viel passiert und diese Möglichkeiten tatsächlich zu schaffen.
00:34:17: Und ein weiteres Leidenschaftsthema, wo ich denke wer reist kann danach was erzählen.
00:34:22: also wenn einer eine Reise tut dann kann er etwas erzählen.
00:34:25: Ich konnte ganz viele erzählen über Städtepartnerschaften.
00:34:28: Also ich habe viel in Frankreich meine Zeit verbracht haben wir vorhin schon gerade darüber gesprochen?
00:34:33: Aber die auch zu beleben, um wirklich ganz niedrigschwellig einen Urlaub in einem anderen Land, in einer anderen Familie verbringen zu können als junger Mensch und dann offener zu werden für Dinge, die anders funktionieren.
00:34:46: Als wir sie kennen und trotzdem funktionieren.
00:34:48: das weitet absolut den Horizont.
00:34:52: Ja was ich schon in einigen Folgen gefragt habe dass du dieses Thema mal im Satz zusammenfassen würdest Wünschst du Kindern in Springer?
00:35:05: In einem Satz ist für mich immer total einfach.
00:35:09: Aber wenn wir es mal komprimieren, würde ich sagen ... Ich wünsche unseren Kindern aber uns allen eigentlich Wurzeln und Flügel.
00:35:17: Das gibt's ja so!
00:35:17: Wenn das Kind auf die Welt kommt, kriegt man mindestens drei Karten, die einem genau das wünschen.
00:35:22: Und das kramme ich jetzt mal wieder raus.
00:35:24: Wurzeln heißt, ich gehöre hier dazu in Springe.
00:35:26: Ich bin hier sicher, kann meine Erfahrungen sammeln.
00:35:29: Ich werde hier gesehen.
00:35:31: Hier darf ich Fehler machen Hier gibt's Orte, an denen ich wachsen kann.
00:35:35: Und Flügel zu bekommen heißt ... Ich darf Sachen ausprobieren!
00:35:38: Ich darf auch größer denken.
00:35:40: Ich darf woanders hingehen, Dinge entdecken, schauen was in mir steckt und hab hier weiterhin meine Basis.
00:35:47: Und ich darf vor allem erleben, was sich bewegen kann.
00:35:50: Egal ob allein oder mit anderen gemeinsam.
00:35:54: Was ich immer bevorzugen
00:35:55: würde.
00:35:56: Und was wünschst du den Erwachsenen?
00:35:58: Ähm... Dass wir Ich sag mal zwei Ebenen hätte ich da.
00:36:04: Zum einen, dass wir als Eltern Bildung nicht nur an Schulen delegieren und insgesamt in den Blick.
00:36:09: wenn wir das in der Schule nicht lernen dann wird das nichts mehr.
00:36:12: Wir brauchen gute Schulen es ist vollkommen klar.
00:36:14: aber Kinder lernen von uns allen davon wie wir streiten wie wir im Alltag zuhören.
00:36:19: Das beginnt dabei wenn Kinder beim Bäcker stehen und wollen das erst einmal ihre Brötchen alleine kaufen Und sie werden gesehen oder nicht gesehen und man versucht sie zu verstehen Oder man versucht es eben nicht.
00:36:31: Auch wie wir mit Technik umgehen, das gucken sich unsere Kinder alles ab.
00:36:34: Wie wir Ehrenamt leben, ob wir Fehler machen, sie zugeben oder nicht und ob wir neugierig bleiben Das ist aus meiner Sicht eines der wichtigsten Dinge die Erwachsene gut tun können.
00:36:46: Neugierigh bleiben Denn Kinder kann man erziehen wie man will.
00:36:50: Am Ende machen Sie uns doch nur alles nach sagt man so schön.
00:36:54: Das heißt gute Vorbilder sein Und natürlich als Erwachsener auch nie aufhören zu lernen und sich mit neuen Themen zu befassen, ist die nächste Form von Vorleben.
00:37:04: Die ich mir da wünschen würde.
00:37:06: Mhm.
00:37:08: Ja ...
00:37:10: Das Thema Bildung ist wahrscheinlich oder mit eines der wichtigsten Themen, die wir hier in diesem Podcast besprechen, weil es einfach so viele Bahnen vorbereitet.
00:37:23: Daher
00:37:24: sprechen wir schon ganz schön lange aber das ist schön.
00:37:27: Peter, was wäre ein Schlussgedanke zu dieser Folge?
00:37:35: Ein Schlussgedanker wäre Bildung.
00:37:38: Man denkt als erstes an Schulen aber die beginnt nicht an der Schultür und sie endet dort auch nicht.
00:37:45: Bildung ist das, was eine Stadt Kindern Jugendlichen und Erwachsenen ermöglichen kann – an Selbstwirksamkeit im Alltag, an spannenden Begegnungen und an gutem Miteinander.
00:37:57: Und vielleicht die Aufgabe als Stadt war zu nehmen, die Stärken, die in den Menschen entspringen stecken besser miteinander zu verbinden?
00:38:05: Denn am Ende geht es nicht darum was Kinder wissen – zumindest nicht nur, sondern es geht darum ob sie erleben dass sie etwas können, dass sie gebraucht werden und das sie mit anderen gemeinsam noch mehr bewegen können.
00:38:17: Wenn jetzt Zuhörerinnen und Zuhörer denken ach ich könnte auch etwas beitragen Was sollten Sie denn dann tun?
00:38:27: Ja, dann sollten sie sich melden und zwar wirklich.
00:38:31: Und dann gucken wir mal was geht.
00:38:32: Solange ich keine Bürgermeisterin bin und an diesen Strukturen nichts ändere ist das vielleicht etwas anderes als später.
00:38:37: aber wer gut vorlesen, gut reparieren oder programmieren kann es nicht so dass mir dazu nicht auch heute schon ein paar Sachen einfallen.
00:38:45: also meldet euch gerne wenn ihr Dinge weiterzugeben habt.
00:38:49: Kinder, das in Springe erleben ist das nicht nur gut für deren eigene Zukunft sondern auch für die Zukunft unserer ganzen Stadt.
00:38:55: Die, die was weitergeben kriegen immer ganz viel zurück.
00:38:58: Klasse!
00:38:59: Petra mein Kaffee war schon kalt weil es war Eiskafé?
00:39:04: Ich trinke jetzt auch noch aus.
00:39:05: Ist gut trinkbar.
00:39:07: Danke dir Felix.
00:39:08: Ich danke auch dir, das war super spannend.
00:39:11: Danke Petro!
00:39:12: Weil sie keine Neuigkeiten mehr über Petras Kandidatur verpassen wollt abonniert diesen Kanal.
00:39:18: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gerne mit all euren Bekannten.
00:39:23: Für Fragen oder
00:39:24: Anregungen schreibt uns einen Kommentar
00:39:26: oder eine E-Mail an cafépedra-cake.de.
00:39:32: Das war ein Podcast von und mit Petra Kek,
00:39:36: euer Bürgermeisterkandidatin Post Felix
00:39:40: Berndt Produktion Cedric Moschkeet und Franziska Kevel.
00:39:46: Wir verabschieden uns bis zum nächsten Mal auf einen neuen Café.
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